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Gedankenspiele
UBS-Chef liebäugelt weiter mit Negativzinsen

UBS-Chef Ermotti an der UBS-GV 2016: Die Negativzinsen sind für die Bank ein Problem. Keystone

UBS-Chef Sergio Ermotti schliesst weiterhin nicht aus, von zusätzlichen Kunden Negativzinsen zu verlangen. Besonders im Investmentbanking läuft das Geschäft der UBS zurzeit harzig.

Veröffentlicht am 29.09.2016

Die Schweizer Grossbank UBS hat im dritten Quartal das schwierige Umfeld zu spüren bekommen. «Im bisherigen Verlauf des dritten Quartals haben die normale Saisonalität, die makroökonomische Unsicherheit und die erhöhten geopolitischen Spannungen zu einer Risikoscheu der Kunden und generell niedrigen Transaktionsvolumen geführt», erklärte Konzernchef Sergio Ermotti auf einer Konferenz der Bank of America in London. «In gewissen Bereichen und Regionen, in denen unser Investmentbanking arbeitet, bleiben die Bedingungen im Verlauf des Quartals herausfordernd.»

Dem weltweit grössten Vermögensverwalter machen auch die Negativzinsen der Notenbanken zu schaffen. «Wir müssen möglicherweise darüber nachdenken, wie wir mehr Negativzinsen an eine breitere Kundenbasis weiterreichen», erklärte Ermotti. Bisher verlangt die Bank nur von reichen Privatkunden und grösseren Firmenkunden Gebühren für Barmittelbestände. Die Kunden hielten Cash von insgesamt rund 400 Milliarden Franken bei der UBS.

(reuters/mbü/cfr)

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