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UBS in den USA gebüsst

UBS-Niederlassung an der Park Avenue in New York (Bild: Keystone)

Die Schweizer Grossbank UBS muss wegen des Verkaufs von Lehman-Wertpapieren in den USA eine Busse von 2,5 Millionen Dollar zahlen. Ausserdem wird die UBS zu Entschädigungzahlungen verpflichtet.

Veröffentlicht am 11.04.2011

Die Selbstregulierungsbehörde der US-Wertschriftenhändler (Finra) hat gegen die UBS eine Busse von 2,5 Millionen Dollar verhängt. Zusätzlich verpflichtet sie die Grossbank zu einer Entschädigung von 8,25 Millionen Dollar, wie die Finra am Montag mitteilte. Die Bank habe Investoren beim Verkauf von Papieren der amerikanischen Bank Lehman Brothers falsch informiert, begründet die Finrra die Busse. Die Grossbank bestätigte die Einigung mit der Finra.

Beim Verkauf der Lehman-Produkte habe die UBS Fehler begangen, stellte die Finra fest. Mit dem Hinweis auf einen 100-prozentigen Kapitalschutz habe die Grossbank die Papiere selbst kurz vor dem Bankrott der Lehman Brothers im September 2008 noch an ihre Kunden verkauft.

Die Anleger seien damals ungenügend über das Ausfallrisiko informiert worden. Einige UBS-Kundenberater hätten die komplexen Produkte, die sie verkauften, selbst nicht verstanden. Ausserdem sei Werbematerial zu diesem Produkt für die Kunden irreführend gewesen.

Die UBS habe die Vorwürfe weder bestätigt noch bestritten, habe der Verfügung aber im Zuge einer Einigung zugestimmt, so die Finra weiter. Die Grossbank bestätigte die Einigung auf Anfrage. Von der Selbstregulierungsbehörde seien keine weiteren Forderungen im Zusammenhang mit "Lehman Principal Protection Notes" zu erwarten, sagte UBS-Sprecherin Karina Byrne gegenüber AWP.

(cms/awp/sda)

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