Die UBS muss in Frankreich möglicherweise eine sehr hohe Busse bezahlen. Wie die Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» mit Bezug auf juristische Dokumente schreibt, droht der grössten Schweizer Bank in Frankreich eine Busse von bis zu fünf Milliarden Euro beziehungsweise über sechs Milliarden Franken im Falle einer Verurteilung wegen Geldwäscherei und Steuerbetrug.

Das vom 23. Juli datierte Dokument spreche u.a. von einer Anklage in «schweren Fällen von Geldwäscherei und Steuerbetrug«, bereits im Jahr davor war ein Verfahren gegen die Bank wegen «unerlaubter Kundenaquise« eröffnet worden. Gemäss dem Dokument werde der Bank auch mangelnde Kooperation vorgeworfen, heisst es im Artikel von Le Temps weiter. Besonders habe die Bank die Beträge von Kundengeldern, um die es geht, nicht offenlegen wollen.

UBS kritisiert die Summe als ungerechtfertigt

Die UBS hat bekanntlich eine von der französischen Justiz geforderte Kaution über 1,1 Milliarden Euro letzten Montag hinterlegt, will sich aber weiter dagegen wehren. Die UBS hatte die Summe als beispiellos und ungerechtfertigt bezeichnet. Sowohl die rechtliche Grundlage für den Betrag als auch die Berechnungsmethode seien grundlegend mangelhaft. Es sei inakzeptabel, dass diese Angelegenheit derart politisiert werde, hiess es von Seiten der Bank.

(awp/me)

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