Wie das «Wall Steet Journal» («WSJ») berichtet, sollen die Finanzmarkaufsichtbehörden der Schweiz (Finma) und Grossbritanniens (FSA) im Zuge ihrer Untersuchung des UBS-Trader-Skandals eine Busse in Erwägung ziehen. Der Abschluss der Untersuchung wird bis Mitte Februar erwartet. Adoboli wurde vergangenen September für einen Verlust von 2,3 Milliarden US-Dollar verantwortlich gemacht.

Der in Ungnade gefallene UBS-Händler Adoboli muss sich heute vor Gericht in einer Anhörung für schuldig oder nicht schuldig bekennen. Wie er sich entscheiden wird, ist gemäss der «WSJ» noch offen.

Ein Pressesprecher der Finma wollte den «WSJ»-Artikel nicht kommentieren. Im September hatte die Schweizer gemeinsam mit der britischen Aufsichtsbehörde eine umfassende, unabhängige Untersuchung zu den Ereignissen rund um die Handelsverluste bei der UBS in London eingeleitet.

Die UBS-Aktien verloren bis gegen 9:25 Uhr 1,3 Prozent auf 12,70 Franken. Allerdings steht die Kursschwäche weniger im Zusammenhang mit dem «WSJ»-Artikel, als mit generell schwächer tendierenden Kursen der Bankenvaloren als Reaktion auf die Entwicklungen in der Eurokrise am Wochenende.

Diese lassen kaum Fortschritte in der griechischen Schuldenkrise am EU-Gipfel am Nachmittag hoffen. So verlieren die CS-Aktien 1,9 Prozent auf 24 Franken und die Aktien von Julius Bär, nach einer Rückstufung durch die Bank Vontobel, 2,9 Prozent auf 37,34 Franken.

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(laf/tno/awp)