SUBPRIME-KRISE. Die UBS dürfte die Krise noch nicht überstanden haben: JP Morgan hält bei der Schweizer Grossbank 2008 weitere Abschreiber im Umfang von 4,5 Mrd Fr. für möglich. Schon die bisher getätigten Wertberichtigungen von 16 Mrd Fr. bleiben nicht folgenlos. Professor Hans Geiger vom Swiss Banking Institute der Universität Zürich schliesst einen weiteren Stellenabbau und den Verkauf einzelner Unternehmensteile der UBS nicht aus.

Die Grossbank wird nicht die einzige Leidtragende der Subprime-Krise bleiben. Norbert Walter, europaweit bekannter Chefökonom der Deutschen Bank, ist überzeugt: «Wir stehen am Beginn einer globalen Immobilienkrise, denn auch in Spanien, England, Australien und China sind die Immobilienmärkte überhitzt», sagt er im «Handelszeitung»-Interview. «Ich rechne in all diesen Märkten mit einer Korrektur.»Walter ist überzeugt, dass die Immobilienkrise auf andere Sektoren der Wirtschaft übergreift und schliesslich in eine lang andauernde konjunkturelle Schwächephase mündet. Risiken sieht er auch für die Schweiz, wo der Finanzsektor überdurchschnittlich starken Einfluss auf die Konjunktur nimmt. «Die zuletzt sehr hohe Dynamik der schweizerischen Wirtschaft dürfte im nächsten Jahr nachlassen, vor allem wegen der globalen Wachstumsverlangsamung. Für die Aktienmärkte ist der Chefökonom Walter dennoch zuversichtlich, da es «sehr viel Geld gibt, das investiert werden will, und es wenig Alternativen gibt».