Analysten und Aktionäre reagieren enttäuscht auf das operative Jahresergebnis der UBS. Insbesondere das Vermögensverwaltungsgeschäft lief unter ihren Erwartungen. An der Börse ist der Aktienkurs der Grossbank unter Druck geraten.

Im Vormittagshandel am Dienstag sank der Kurs der UBS-Aktie zeitweise um mehr als 3,5 Prozent. Das Minus fiel damit deutlich stärker aus als beim Swiss Market Index (SMI), der rund ein halbes Prozent verlor.

Die Analysten zeigen sich vor allem vom Vermögensverwaltungsgeschäft enttäuscht. Das Wealth Management habe sowohl schwache Netto-Neugeldzuflüsse wie auch Bruttomargen verzeichnet, schreibt die Credit Suisse. Bei den Bruttomargen habe die UBS zudem ihre Erwartungen nach unten revidiert.

Versprechen gehalten

Die Investmentbank habe dagegen besser abgeschnitten als «befürchtet», schreibt der zuständige Analyst bei der Bank Vontobel. Die Erträgen seien höher und die Kosten geringer ausgefallen. Zudem habe die UBS ihr Versprechen eingehalten, bei einer harten Kernkapitalquote (CET 1) von über 13 Prozent die Hälfte des Gewinns auszuschütten.

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Dennoch sieht der Analyst von Baader Helvea Grund zur Vorsicht: Zum einen habe die UBS als Reaktion auf die Frankenaufwertung nicht wie Julius Bär eine zusätzliche Runde von Kostenmassnahmen angekündigt. Zum anderen sei die Sorge gross, dass regulatorische Kosten und Zivilprozesskosten das Ergebnis der UBS auch in den kommenden Jahren erheblich belasten würden.

(sda/chb/ama)