Sergio Ermottis Ansage war ein Donnerschlag: Bis 2015 werde man fast 10'000 Stellen abbauen, erklärte er im letzten Oktober. Vor allem das Investmentbanking sei betroffen. Ein Viertel des Abbaus betrifft die Schweiz, der Rest hauptsächlich die Standorte New York, London und Singapur. Die Ankündigung alleine beunruhigte die Mitarbeitenden, die eher zaghafte Umsetzung sorgte dann noch mehr für Unruhe.

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Das hat Folgen. Konkurrenten sind offenbar recht erfolgreich dabei, UBS-Banker abzuwerben. Dabei locken sie mit deutlich höheren Löhnen. Nun handelt die UBS und gibt Gegensteuer, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf verschiedene gleich lautende Quellen berichtet. Die Löhne in den Bereichen Beratung (investment advisory) und Handel der Investmentbank würden im Schnitt um 9 Prozent angehoben. Gewisse Mitarbeitende könnten gar mit bis zu 25 Prozent mehr rechnen.

Hinter den Rivalen zurück

Die Durchschnittslöhne bei der Investmentbank der UBS liegen seit der Krise der Bank in den letzten Jahren hinter Rivalen wie JP Morgan oder Morgan Stanley zurück. «Die UBS fror ihre Saläre über Jahre ein und versucht sie nun wieder aus Brancheniveau anzuheben», kommentierte Lee Thacker vom Headhunter Silvermine Partners gegenüber Bloomberg. Letztes Jahr wurde der Bonuspool bei der UBS um 7 Prozent gekürzt. Die Grossbank nahm zum Bericht keine Stellung.

(se/jev)