Auch nach Abschreibern von bisher mehr als 21 Mrd Fr. hat die UBS noch Subprime-Positionen in der Höhe von schätzungsweise 27 Mrd Fr. in ihren Büchern. Bereits 2,3 Mrd Fr. hat die Grossbank auf Beständen abgeschrieben, die mit dem US-Wohnimmobilienmarkt in Verbindung stehen. Worum es sich dabei handelt, gibt die Grossbank erst am 14. Februar 2008 bekannt.

Analysten vermuten, dass es dabei um die bonitätsmässig nächsthöhere Hypothekenklasse («Alt-A») geht. Viele sehen weitere Abschreibungen auf die UBS zukommen. «Es wird sicher weitere Abschreiber geben, in welcher Höhe lässt sich derzeit nicht abschätzen», sagt etwa Sacha Holderegger, Analyst bei Clariden Leu. Der US-Broker Morgan Stanley erwartet, dass im schlimmsten Fall für 2008 nochmals Abschreiber in der Höhe von 11 Mrd Fr. nötig sein werden.

«Die Kreditkrise hat eine neue Dimension erreicht. Es gibt Dominoeffekte», sagt Sarasin-Chefökonom Jan Amrit Poser. Es sei wahrscheinlich, dass sich die Abschreiber insgesamt noch verdoppeln. Weitere Kreditmärkte werden erfasst, etwa Geschäftsliegenschaften und Grosskredite mit Hebelwirkung. «Dort steigen die Abschreibungen auch langsam an», sagt Madeleine Hofmann, Analystin bei Julius Bär.

Auch die Credit Suisse ist vor allem in diesen beiden Bereichen exponiert, weshalb auch bei der UBS-Konkurrentin weitere Abschreiber nicht ausgeschlossen sind. Doch: «Der grösste Brandherd sind die Kreditversicherer», so Hofmann. Verlieren Bondsversicherer wie Ambac oder MBIA ihre Spitzenratings, sieht Sal.-Oppenheim-Analystin Meredith Whitney weitere Abschreiber in der Höhe von über 70 Mrd Dollar auf die Branche zukommen. Gelingt die Rettung der Kreditversicherer nicht, schätzt sie für die UBS Abschreiber in der Höhe von 8,7 Mrd Dollar.

 

Sehen Sie dazu auch unser Online-Dossier unter