Die UBS befürchtet den Abfluss weiterer Kundengelder in Europa wegen der Neuregelung der Steuersituation ihrer Kunden. Jürg Zeltner, Chef der Vermögensverwaltung, nannte die Zahl von 12 bis 30 Milliarden Franken, die noch abfliessen könnten.

Seit der Finanzkrise, als die UBS-Kunden massiv Kundenvermögen abzogen, hat sich der Geldabfluss kontinuierlich verringert. Wie Zeltner beim Investorentag in New York aufzeigte, reduzierte sich dieser von 39 Milliarden Franken in den ersten neun Monaten 2009 auf 16 Milliarden in der gleichen Periode 2010 und auf 3 Milliarden von Januar bis September des laufenden Jahres.

Vor allem die Abgeltungssteuer, wie sie die Schweiz mit Deutschland und Grossbritannien ausgehandelt hat, könnte den Trend allerdings wieder verstärken.

Die ausländischen Kunden können künftig ihr Geld in der Schweiz über ihre Bank und den Bund zugunsten ihres Heimatlandes besteuern lassen, aber die Vermögen im eigenen Land auch angeben und so legalisieren. Experten gehen aber davon aus, dass bei der zweiten Variante viele ihr Geld aus der Schweiz abziehen könnten.

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Wie es im Amerika-Geschäft weitergeht, ist für den Schweizer Finanzplatz noch nicht genau absehbar. Die Behandlung der Steuersituation der US-Kunden von Schweizer Banken ist noch nicht abschliessend geregelt.

(tno/sda)