1. Home
  2. Unternehmen
  3. UBS kauft die Mehrheit am Joint-Venture in China

Banken
UBS kauft die Mehrheit am Joint-Venture in China

UBS_China
UBS-Gebäude in Schanghai: Die Bank expandiert in der Volksrepublik.Quelle: Keystone

Die UBS übernimmt die Mehrheit an ihrem Joint-Venture fürs Investmentbanking in China. Andere Banken könnten dem Beispiel folgen.

Veröffentlicht am 03.05.2018

China öffnet seinen Finanzmarkt für ausländische Banken – und die UBS nutzt als erste Grossbank die neuen Möglichkeiten. Die Bank übernimmt die Mehrheit an ihrem Joint-Venture für das Investmentbanking in der Volksrepublik, UBS Securities. Bis jetzt hat sie knapp einen Viertel am Gemeinschaftsunternehmen aus Peking gehalten. Die Chinesische Börsenaufsicht muss die Aufstockung noch bewilligen, wie das «Wall Street Journal» berichtet.

Der Schritt kommt nicht überraschend – CEO Segio Ermotti hatte die Pläne bereits im Januar in Aussicht gestellt. China sei ein Schlüsselmarkt, und die Öffnung des Finanzsektors stelle eine grosse Chance dar, sagte ein UBS-Sprecher dem «WSJ». Die UBS gibt nicht bekannt, wie viel sie der Zukauf kostet. Für das Joint-Venture ist die UBS Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen eingegangen – eines davon, die Guoxiang Asset Management, wird vom Staat kontrolliert.

Bis letzte Woche durften ausländische Banken an ihren chinesischen Joint-Ventures nur bis zu 49 Prozent besitzen. In drei Jahren könnte die UBS die Tochter sogar vollständig übernehmen, wenn China den Finanzmarkt weiter liberalisiert. Laut Beobachtern dürften andere Grossbanken dem Beispiel der UBS folgen und bei ihren Joint-Ventures die Mehrheit erwerben, beispielsweise Goldman Sachs und Morgan Stanley.

(mbü)

 

Anzeige