Der Steuerstreit zwischen der UBS und Frankreich ist in der letzten Woche eskaliert, wobei die französische Regierung von der Bank eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro gefordert hat – zu bezahlen bis Ende September. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Quelle sagte, war man «sehr nah» an einer Einigung beziehungsweise einer Lösung, welche die Zahlung einer Summe in zweistelliger Millionenhöhe durch die UBS an Frankreich beinhaltet hätte; dann sei es aber in letzter Minute zu einer Absage durch die französische Regierung gekommen. Nun dürfte gemäss dieser Quelle «keine sofortige Lösung» gefunden werden.

Betrag macht «keinen Sinn»

Der Betrag von 1,1 Milliarden Euro mache für die UBS «keinen Sinn», hiess es weiter, etwa im Vergleich der Grösse des Geschäftes mit demjenigen in Deutschland. Hier hat sich die Bank, wie sie am Morgen mitteilte, auf eine Zahlung von 300 Millionen Euro geeinigt. Dies ist zwar auch mehr als etwa die Credit Suisse für einen vergleichbaren Fall bezahlt hat (nämlich 150 Millionen Euro), wäre aber doch massiv unter der von Frankreich geforderten Bussenhöhe.

Gegen die Zahlung von 1,1 Milliarden Euro will die UBS laut der Quelle bis Ende September appellieren. Für die Bank ist es «inakzeptabel, dass dieser Fall so stark verpolitisiert wurde», wie sie letzte Woche mitgeteilt hatte.

(awp/moh/chb)

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