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UBS-Kurssturz gestoppt - Fragezeichen bleiben

Nach dem gestern vermeldeten Milliardenverlust steht die UBS weiter in der Kritik. (Bild: Keystone)

Die UBS-Aktie hat nach dem gestrigen Kurssturz Boden gefunden. Trotzdem erwarten Marktteilnehmer nach dem Milliardenverlust massive Folgen für die Investment Bank.

Veröffentlicht am 16.09.2011

Die UBS-Aktien haben am Vormittag einen Teil ihrer gestrigen Kursverluste wieder wettgemacht: Um 11.30 Uhr notieren die Titel 1,6 Prozent höher auf 9.90 Franken.

Nach Bekanntwerden des milliardenschweren Handelsverlustes war die Aktie der Grossbank am Donnerstag um fast 11 Prozent eingebrochen. Die leichte Erholung der UBS erfolgt nun in einem freundlichen Börsenumfeld: Der SMI steht 0,70 Prozent höher.

In zahlreichen Analysten-Kommentaren ist derweil von einer wohl «tiefgreifenderen und beschleunigten Redimensionierung der Investment Bank» zu lesen, wie die Nachrichtenagentur AWP zusammenfasst. Personelle Konsequenzen seien ebenfalls nicht ausgeschlossen - nebst Investment-Bank-Chef Carsten Kengeter steht auch UBS-Chef Oswald Grübel im Rampenlicht.

400 Millionen Franken Quartalsverlust?

Auch die Rating-Agenturwn nehmen die Entwicklungen unter die Lupe: Eine Senkung des Ratings von UBS wird von Moody's und Standard & Poor's (S&P) geprüft.

Das Aktienresearch von S&P rechnet für das dritte Quartal 2011 mit einem Verlust von 400 Millionen Franken, die Kernkapitalquote würde nach ihren Berechnungen mit rund 40 Basispunkten belastet. Diverse Banken haben die Kursziele gesenkt, weitere Anpassungen werden wohl folgen.

(vst/rcv/tno)

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