Die UBS will bis Ende des Jahres ihren ersten privaten Fonds in China auflegen. Der Fonds werde entweder in Aktien oder Anleihen investieren. UBS Asset Management prüfe auch, Fonds für alternative Anlagen wie etwa Immobilien zu lancieren, bestätigte die Grossbank am Donnerstag einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters unter Verweis auf ein Medienbriefing in China.

Ausländischen Anbietern war schon seit längerem erlaubt, über lokale Anbieter in China Publikumsfonds anzubieten. Erst vor kurzem habe die Regierung ihnen aber unbeschränkten Zugang zum Geschäft mit privaten Fonds eingeräumt, der sich an vermögende Privatpersonen und Profi-Investoren richtet.

Lizenz erhalten

Mit dem neuen Fonds wolle sich die UBS ein Stück des schnell wachsenden chinesischen Marktes sichern. Viele Anleger dürften Geld aus Bankkonten in Publikums- oder private Fonds umschichten, erklärte der Leiter der UBS-Asset-Management-Division in Asien, René Bühlmann. Er prognostizierte, dass sich das Marktsegment in China bis 2021 auf über zehn Billionen Dollar verfünffachen könnte.

Die UBS hatte für die Verwaltung von Privatfonds in China - wie bereits bekannt - Mitte Juli eine entsprechende Lizenz erhalten.

(sda/cfr)

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