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UBS: Madoff-Klage abgewiesen

Fondsverwalter Irving Picard reichte mehrere Klagen gegen die UBS ein. Grund war einmal mehr der Fall Madoff. (Bild: Keystone)

Die Klage gegen die UBS, eingereicht vom Liquidator des Madoff-Imperiums, wurde vom Gericht in Manhattan abgewiesen. Die Schweizer Grossbank reagiert erleichtert.

Veröffentlicht am 02.11.2011

Aufatmen bei der UBS: Eine US-Bundesrichterin in Manhattan hat eine Klage über 2 Milliarden Dollar im Betrugsfall um Bernard Madoff gegen die Grossbank abgewiesen. Der Liquidator des Madoff-Imperiums will jedoch die nächste Instanz anrufen.

Richterin Colleen McMahon wies am Dienstag (Ortszeit) mehrere Klagen des Fondsverwalters Irving Picard ab. Die Richterin sprach ihm die Klageberechtigung gegen verschiedene Banken ab und schloss sich damit früheren Urteilen im Madoff-Fall an - etwa einem gegen die Bank HSBC.

Unter den abgewiesenen Klagen ist als grösster Brocken eine Klage über fast 20 Milliarden USD gegen die grösste US-Bank JP Morgan Chase, welche die Hauptbank des zu 150 Jahre Haft verurteilten Betrügers Madoff war. Die Richterin liess den grössten Teil der Klage nicht zu und wies den Rest des Falles zurück an ein Konkursgericht.

Sprecherinnen der UBS und von JPMorgan zeigten sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erfreut über die Entscheidung. Das Büro des Fondsverwalters Picard kündigte indes an, den Fall an ein Appellationsgericht in New York weiter zu ziehen.

Picard wirft der UBS vor, ihre Beziehung zu Madoff vor dem Luxemburgischen Börsenregulator und der US-amerikanischen Finanzaufsicht (SEC) verschleiert zu haben. Picard ist mit der Eintreibung der Gelder von Opfern des Jahrhundertschwindlers Madoff beauftragt.

(kgh/laf/awp)

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