Die UBS hat im vergangenen Jahr einen Reingewinn von 4,23 Milliarden Franken erzielt. Die Grossbank liegt damit deutlich unter ihrem Ergebnis des Vorjahres, als sie unter dem Strich 7,53 Milliarden Franken verdiente.

Im vierten Quartal betrug der Gewinn der UBS mit 393 Millionen Franken deutlich weniger als von Analysten erwartet. Diese gingen durchschnittlich von einem Quartalsgewinn von 600 Millionen Franken aus, wie eine Umfrage der Finanznachrichtenagentur AWP ergab.

Bei den Vermögenden geniesst die UBS offensichtlich wieder ein höheres Vertrauen: Insgesamt flossen der Bank 2011 neue Kundengelder von netto 42,4 Milliarden Franken zu. In den letzten drei Monaten des Jahres betrug der Nettoneugeldzufluss 6,4 Milliarden Franken. Insgesamt verwaltete die grösste Schweizer Bank Ende 2011 Kundenvermögen in Höhe von 2,167 Billionen Franken, wie aus der Medienmitteilung vom Morgen hervorgeht.

Verlust im Investmentbanking

Die UBS kommt nach eigenen Angaben auch mit ihrem Kostensenkungsprogramm voran, mit welchem sie auf die aktuelle Situation auf den Finanzmärkten, namentlich auf den Margendruck auf die Vermögensverwalter auf dem Finanzplatz Schweiz, reagiert. 2011 seien Kosteneinsparungen von 2,1 Milliarden Franken erzielt und der Bonus-Pool um 40 Prozent reduziert worden.

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Ihr Geld verdiente die UBS hauptsächlich mit der Vermögensverwaltung. Die Investmentbank dagegen schrieb im vierten Quartal einen Vorsteuerverlust von 256 Millionen Franken, wie aus dem Mediencommuniqué hervorgeht. Bereits im dritten Quartal hatte die UBS mit dem Investmentbanking nach einem Betrugsfall in der Handelsabteilung in London einen Verlust verbuchen müssen.

Verhaltener Ausblick

In Bezug auf die nahe Zukunft zeigt sich die UBS eher pessimistisch. Die Unsicherheit über die generelle Entwicklung der Weltwirtschaft und die Bedenken wegen der Schuldenkrise in Europa dürften sich negativ auf das Ausmass der Kundenaktivität auswirken, so das Finanzinstitut. Der üblicherweise im ersten Quartal beobachtete Anstieg der Handelsvolumen könnte daher möglicherweise nicht im gewohnten Umfang stattfinden. Dies würde sich insbesondere auf die Erträge der Investmentbank auswirken.

Dagegen geht die UBS davon aus, dass sie weiterhin neue Kundengelder anziehen kann. Ebenfalls fortsetzen will die Bank den Abbau von risikoreichen Positionen in ihrer Bilanz. Insgesamt zeigt sich die UBS für ihre eigene Zukunft höchst zuversichtlich, wie sie in der Medienmitteilung abschliessend festhält.

(tno/chb/awp)