Die Grossbank UBS weist für das Jahr 2014 einen Reingewinn von 3,571 Milliarden Franken aus. Das sind 13 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Im vierten Quartal betrug der Überschuss 963 Millionen. Die Dividende soll auf 50 Rappen pro Aktie verdoppelt werden, zudem wird eine «einmalige Zusatzdividende» von 25 Rappen zurückgestellt, wie die UBS mitteilte.

Sämtliche Unternehmensbereiche von UBS erzielten 2014 deutliche Fortschritte. Die Sparte Wealth Management steigerte den bereinigten Vorsteuergewinn um 4 Prozent und verzeichnete in der Region Asien-Pazifik den grössten Zuwachs an Nettoneugeldern seit 2007. Der bereinigte Vorsteuergewinn von der Vermögensverwaltung in der Region Americas betrug über 1 Milliarde US-Dollar und erreichte damit einen neuen Rekordwert.

Trendwende bei der Investmentbank

Retail & Corporate erfüllte gemäss Mitteilung «alle Ziele» und wies einen um 4 Prozent höheren bereinigten Vorsteuergewinn aus. Global Asset Management gelang bei den Nettoneugeldern offenbar eine bedeutende Trendwende: Die Investment Bank zeigte eine starke Performance, die Erträge bei Corporate Client Solutions stiegen um 8 Prozent, wie es in der Medienmitteilung heisst.

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Bei der Kapitalisierung sind die Werte im Vergleich zum Vorquartal etwas zurückgegangen. Die Kernkapital-Quote (CET 1-Basel III bei vollständiger Umsetzung) lag per Ende Jahr noch bei 13,4 Prozent und damit um 30 BP tiefer als Ende September. Die für die Bank ebenfalls wichtige (ungewichtete) Schweizer Leverage Ratio (SRB Basel III bei vollständiger Umsetzung) erreichte 4,1 Prozent nach 4,2 Prozent Ende September. Bei den sogenannten Risk Weighted Assets (RWA) verminderte sich der Wert auf 216 von 219 Milliarden Franken, wobei das Ziel ein Wert von unter 215 Milliarden bis Ende 2015 ist.

Ermotti zeigt sich verhalten optimistisch

Die Zahlen stimmen denn auch CEO Sergio Ermotti zufrieden. «Wir haben ein robustes Ergebnis erzielt und verfügen über eine solide Kapitalposition», wird er in der Medienmitteilung zitiert. «Zudem haben wir unsere strategische Transformation abgeschlossen und sind für die Zukunft gut gerüstet. Es ist noch zu früh, dieses Quartal abschliessend zu beurteilen, aber wir hatten 2015 einen guten Start. Dies bestärkt uns im Hinblick auf die geplante Kapitalrückführung an unsere Aktionäre.»

Was den Ausblick angeht, dämpft die Schweizer Grossbank aber die Erwartungen. «Zu Beginn des ersten Quartals 2015 bleiben viele der bereits früher erwähnten Herausforderungen grundsätzlicher und geopolitischer Natur unverändert bestehen», heisst es. Die durchzogenen Perspektiven für das globale Wachstum, das Fehlen nachhaltiger und glaubwürdiger Fortschritte bei den ungelösten Problemen in Europa, offene Fragen im Zusammenhang mit der amerikanischen Fiskal- und Geldpolitik, die zunehmende geopolitische Instabilität und die erhöhte Unsicherheit betreffend möglicher Auswirkungen von niedrigeren und potenziell volatilen Energie- und anderen Rohstoffpreisen würden Ergebnisverbesserungen unter den herrschenden Marktbedingungen unwahrscheinlich machen.

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Frankenstärke bedroht Profitabilität

Die UBS geht auch auf das Mindestkurs-Aus ein: Vor Kurzem hätten sich für die Finanzmärkte und in der Schweiz ansässige Finanzdienstleister zusätzliche Herausforderungen ergeben, sagt die Bank. «Die Stärke des Schweizer Frankens gegenüber anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar und dem Euro, sowie die Negativzinsen in der Eurozone und der Schweiz werden die Profitabilität von UBS und – sofern diese Situation andauert – einige ihrer Performanceziele unter Druck setzen», schreibt das Geldhaus.

(ise/chb)