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UBS: Nur noch ehrliche Schweizer Steuerzahler willkommen

Auch Schweizer müssen ihr unversteuertes Geld künftig woanders hinbringen. (Bild: Keystone)

Schon seit langem betonen Schweizer Banken, sie nähmen kein unversteuertes Geld von Ausländern mehr an. Nun müssen sich auch Schweizer Steuerhinterzieher nach Alternativen umsehen.

Veröffentlicht am 20.01.2013

Mit der UBS bricht eine erste Schweizer Grossbank ein Tabu: Seit Anfang Jahr verlangt die Bank von allen Kunden ein steuerkonformes Verhalten. Das schreibt die Zeitung «Der Sonntag».

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verweist die Bank auf die «Verpflichtung zur Steuerdeklaration und Zahlung». Ein Sprecher der Bank bestätigt, dass diese Regel ausdrücklich auch für Kundschaft aus der Schweiz gelte.

Damit sind zahlreiche Schweizer vom faktischen Schwarzgeldverbot betroffen. Auch andere Banken gehen zunehmend dazu über, auch von Schweizern kein unversteuertes Geld mehr zu akzeptieren.

Bereits heute lässt die Aargauer Kantonalbank auch Schweizer Kunden im Zweifel eine Bestätigung unterzeichnen, dass sie ihre Steuern bezahlen. Und ab Februar zieht die Basler Kantonalbank nach, wie ein Sprecher bestätigt. Die bereits bei Offshore-Kunden verwendete Erklärung, wonach einbezahltes Geld versteuert werde, komme dann auch bei Schweizer Kunden zur Anwendung.

(jev)

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