Jürg Zeltner, bei der UBS Chef der Division Vermögensverwaltung, soll laut einem Bericht der «Sonntagszeitung», Kundengeschenke abgesegnet haben, deren Wert die internen Richtlinien übersteigt.

So habe die Zeitung Einblick in ein E-Mail-Verkehr aus der Bank, der die Beschaffung von 400 iPad 2 als Kundengeschenke dokumentiert. Die UBS beschenke damit Kunden, die mindestens 50 Millionen Franken auf dem Konto haben.

Der im Februar erteilte Auftrag liess laut dem Bericht bei der Beschaffungsabteilung die Alarmsirene läuten. «Da der iPad 2 definitiv über 200 CHF kosten wird, wird die Policy für Kundengeschenke über 200 CHF wirksam. Diesbezüglich muss ein Approval (Red. = eine Genehmigung) eingeholt werden», zitiert die Zeitung aus einem Mail.

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Doch die Verantwortlichen lassen sich demnach nicht beirren: Man solle den Eingang der Offerte abwarten. «Und wenn sie JZ genehmigt, reden wir über das weitere Vorgehen», lautet die Antwort. Die Initialen stehen für Jürg Zeltner.

Zur Belastung könnten Zeltner nun aber die vergangene Woche bekannt gewordenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim gegen UBS Deutschland werden. Zeltner stand dem Bereich von 2005 bis 2007 vor.

(tke/tno)