Die UBS prüft einen Stellenabbau im französischen Kapitalanlagegeschäft, dem sogenannten Asset Management. Die Schweizer Grossbank sei dabei, sich stärker auf die Vermögensverwaltung für vermögende Privatkunden zu konzentrieren und das Asset Management neu aufzustellen, erklärte eine Sprecherin von UBS Frankreich am Montag.

«Für (die Tochtergesellschaft) CCR Asset Management ist eine Reorganisation geplant», sagte sie und bestätigte damit einen Bericht von «La Lettre de l'Expansion». Der französischen Publikation zufolge sind von den Massnahmen auch das Private Banking und das Investmentbanking der UBS in Frankreich betroffen. Die UBS-Sprecherin erklärte dagegen, für diese beiden Bereiche bestünden keine bedeutenden Umbau-Projekte.

Kein Zusammenhang mit dem Steuerstreit

Die UBS verhandle mit den Gewerkschaften über einen Sozialplan, der nach französischem Recht immer dann notwendig wird, wenn eine Firma mehr als zehn Mitarbeiter entlassen will. Der Sprecherin zufolge steht der Abbau in keinem Zusammenhang mit dem Steuerstreit. Die französischen Behörden werfen der grössten Schweizer Bank vor, von 2004 bis 2012 reichen Franzosen geholfen zu haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken. Die UBS musste in dieser Sache eine Kaution von 1,1 Milliarden Euro hinterlegen.

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(reuters/dbe/ama)