Die UBS leistet sich einen eigenen Hochschulabschluss: In Kooperation mit den Rochester-Bern Executive Programs, an denen die Universität Bern und die amerikanische Rochester University beteiligt sind, lanciert die grösste Schweizer Bank ein Master-Programm für Vermögensverwalter. Dieses soll erstmals akademischen Standards genügen und mit ECTS-Punkten belohnt werden.

Ausgesuchte Kandidaten

Die zweijährige Ausbildung ist vorerst ausgesuchten Kadern des UBS-Vermögensverwaltungs-Arms vorbehalten. Eine spätere Öffnung sei allerdings denkbar, heisst es seitens der Bank.

Der erste Kurs im neuen Format startet diesen Mai in Thun BE. Der Master ergänzt das bestehende Vermögensverwalter-Diplom, das sich die UBS vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zertifizieren liess. Akademische Standards und Zertifikate sollen das Ansehen der Kundenberater, aber auch die Prozesse der Bank stärken. Das ist nötig: Die Rahmenbedingungen seien komplexer geworden, die Kunden anspruchsvoller, sagt Jürg Zeltner, Chef UBS Wealth Management. Dafür lässt die UBS einiges springen – der Master-Abschluss kostet rund 30'000 Franken pro Mitarbeiter.

Bank stellt auch die Räume

Die Bank übernimmt nicht nur sämtlichen Aufwand für die Teilnehmenden, sondern stellt auch die Kursräume. Die Führung des Ausbildungsgangs liegt hingegen bei der Universität Bern. Damit sollen Interessenkonflikte ausgeschlossen werden. Tatsächlich erwies sich die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Hochschulen und der Bank schon als heikel: Letztes Jahr verursachte ein Sponsoring-Vertrag der UBS mit der Universität Zürich für Wirbel.

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