Die UBS ermöglicht der Universität Zürich mit rund 100 Millionen Franken den Ausbau der Forschung in den Wirtschaftswissenschaften. Die Grossbank finanziert dauerhaft fünf Lehrstühle am Institut für Volkswirtschaftslehre. Sie baut auch das «UBS International Center of Economics in Society» auf.

Insgesamt werde die Bank in den nächsten 10 Jahren bis zu 150 Millionen Franken in ihre Bildungsinitiative investieren, die aus Anlass des 150-Jahr-Jubiläums lanciert wurde, wie CEO Sergio P. Ermotti am Donnerstag vor den Medien sagte.

Die neuen Lehrstühle werden in den nächsten Jahren eingerichtet, der erste noch 2012. Das UBS International Center wird als assoziiertes Institut an der Universität Zürich gegründet und ist rechtlich von der Uni unabhängig. Zur Finanzierung der Lehrstühle und des UBS International Center wurde die UBS Foundation of Economics in Society ins Leben gerufen.

Laut Uni-Rektor Andreas Fischer ist der UBS und der Universität die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre sehr wichtig. Die Besetzung der Lehrstühle und die Anstellung der Professorinnen und Professoren erfolge nach den Regeln der Universität. Die Forschungsprojekte würden von den Wissenschaftlern bestimmt.

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Nach den Worten von UBS-Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger ist das UBS International Center «ein für die Schweiz einzigartiges Bildungsprojekt mit internationaler Strahlkraft». Die Universität will für die neuen Lehrstühle international renommierte Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher aus zukunftsweisenden Forschungsgebieten anwerben.

Vorteil im globalen Wettbewerb

Ziel sei es, in Forschung und Lehre über die Grenzen der einzelnen akademischen Disziplinen hinaus Lösungen für wichtige gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme zu finden. Mit dem Center kann gemäss Rektor Fischer das Themenspektrum der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich substanziell ausgebaut werden.

Besonderen Wert lege das wissenschaftliche Zentrum auf den Wissenstransfer in die Praxis, indem Weltklasseforschung mit unternehmerischem Handeln und Denken verknüpft werde.

Das Institut für Volkswirtschaftslehre werde künftig im globalen Wettbewerb mit den besten akademischen Institutionen noch besser konkurrieren können, hielt Ernst Fehr, Direktor des Instituts für Volkswirtschaftlehre, fest.

Projekt für verschiedene Altersgruppen

Die UBS will mit ihrer Bildungsinitiative den guten Ruf der Schweiz als Bildungs- und Wirtschaftsstandort stärken. Zusätzlich zur Partnerschaft mit der Universität umfasst sie weitere Projekte für verschiedene Altersstufen.

So wird der Ausbau der Plattform «Explore-it» unterstützt. Diese ermöglicht bis zu 20'000 Primarschülerinnen und -schülern, sich mit Wissenschaftsthemen auseinanderzusetzen. Erweitert wird die Partnerschaft mit der Organisation «Young Enterprise Switzerland», die junge Menschen lehrt, vernetzt zu denken, unternehmerisch zu handeln und als Persönlichkeit zu überzeugen.

In den nächsten fünf Jahren schafft die UBS 150 zusätzliche Lehrstellen und in den nächsten drei Jahren weltweit 150 Praktikumsstellen für Studierende, die sich am Beginn ihrer akademischen Laufbahn befinden.

Geld erhalten auch der Verein «Genilern», welcher innovative Jungunternehmen unterstützt, und die Stiftung «KMU Next», die Klein- und Kleinstunternehmen das Rüstzeug für eine erfolgreiche Übergabe oder Übernahme bereitstellt.

Zudem werden mit der Bildungsinitiative Projekte unterstützt, die sich an über Ältere richten: «Passerelle 50plus» hilft Stellensuchenden über 50 Jahren, eine Anstellung im freien Arbeitsmarkt zu finden. «Zeitmaschine.TV» hat die Förderung des Generationendialogs zum Ziel.

(aho/laf/awp)