Die UBS kauft nachrangige und nicht nachrangige Anleihen sowie gedeckte Schuldverschreibungen im Umfang von zirka 6,1 Milliarden Franken zurück. Im Rahmen eines Barrückkaufangebots vom 4. Dezember für 17 Emissionen mit einem Gesamtkapitalwert von rund 16 Milliarden Franken wurden 14 Wertpapiere zum Rückkauf akzeptiert, teilt die Grossbank am Donnerstag mit.

Für das vierte Quartal 2015 werde im Zusammenhang mit dieser Transaktion ein Aufwand von rund 272 Millionen Franken im Abschnitt Group Asset and Liability Management unter «Sonstige negative Erträge» verbucht. Bei der Ermittlung des bereinigten Ergebnisses vor Steuern würden sie als «Bereinigte Posten» (adjusting item) aufgefasst. Gleichzeitig rechnet die Bank aber damit, den entstandenen Aufwand vornehmlich durch die Verringerung des künftigen Zinsaufwandes der gekauften Anleihen innerhalb von rund 1,6 Jahren auffangen zu können.

«Unwesentlichen Einfluss»

Der Rückkauf der Anleihen wird laut UBS zudem einen «unwesentlichen Einfluss» auf die harte Kernkapitalquote haben, das stufenweise umgesetzte BIS Basel-III-Gesamtkapital jedoch um rund 658 Millionen Franken reduzieren. Einige der zurückgekauften nachrangigen Anleihen zählten gegenwärtig als Tier-2 gemäss den stufenweise umzusetzenden Basel-III-Regeln. Auf Basis einer vollständigen Umsetzung werden sie ab 2019 jedoch nicht mehr als Tier-2-Kapital anrechenbar sein, wie es bereits bei der Ankündigung des Rückkaufangebots Anfang Dezember hiess.

Die Transaktion entspreche dem «proaktiven Ansatz, den Zinsaufwand zu optimieren und gleichzeitig unsere starke Liquiditäts-, Finanzierungs- und Kapitalposition aufrechtzuerhalten», so die UBS.

(awp/gku/ama)