Die Grossbank UBS beginnt mit ihrem Umbau in eine Holdinggesellschaft. Als erstes sollen die Aktionäre darum ihre Aktien im Verhältnis 1:1 tauschen. Wer mitzieht, erhält eine Sonderdividende von 25 Rappen, wie aus dem am Montag veröffentlichten Angebotsprospekt hervorgeht.

Die neuen Aktien der Holding «UBS Group AG» werden mit denselben Stimmrechten und den gleichen wirtschaftlichen Rechten ausgestattet sein wie jene der bisherigen UBS AG, heisst es in der Mitteilung zu den Angebotsdokumenten.

Entscheidender Umbau

Die anfängliche Annahmefrist beginnt voraussichtlich am 14. Oktober und endet am 11. November. Der Verwaltungsrat der UBS empfiehlt den Aktionären einstimmig, das Angebot anzunehmen. Für die Grossbank ist dieser Umbau entscheidend, denn mit der geänderten Struktur entspreche sie den regulatorischen Auflagen bezüglich «too-big-to-fail».

Als Holdinggesellschaft verfügt sie über die besseren Strukturen, um einen Krisenfall abzuwickeln, ohne darin unterzugehen. Die UBS hatte ihre Umbaupläne Richtung Holding bereits bei der Publikation der Kennzahlen zum 2. Semester bekannt gegeben und einen Startpunkt im laufenden Jahr in Aussicht gestellt.

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Keinen Einfluss auf Konzern-Strategie

Nach der Transaktion wird die UBS Group AG zur Holdinggesellschaft der UBS AG und deren drei Tochtergesellschaften in der Schweiz, Grossbritannien und den USA. Die Schweizer Tochter soll bis Mitte 2015 und die Intermediate Holding Company in den USA bis Mitte 2016 geschaffen werden. Der Umbau in Grossbritannien ist bereits im Gang.

Der Angebotsprospekt enthält keine Informationen über die Ausgestaltung dieser Töchter. Wie die UBS bereits früher betonte, wird der Umbau weder an der Strategie noch an der Behandlung der Kunden oder am Management etwas ändern.

(sda/dbe/chb)