Die UBS hat im zweiten Quartal 2015 dank eines Gewinnsprungs im Vermögensverwaltungsgeschäft überraschend gut abgeschnitten. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn betrug laut Mitteilung 1,2 Milliarden Franken, was einer Steigerung von 53 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2014 entspricht. Analysten hatten durchschnittlich einen Gewinn von 817 Millionen Franken erwartet. Die Aktie stieg vorbörslich um 2 Prozent.

Die Vermögensverwaltung erzielte das beste Ergebnis in einem zweiten Quartal seit 2009 mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von 769 Millionen Franken. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie belief sich auf 0.32 Franken. In der Vorwoche hatte bereits Konkurrentin Credit Suisse überraschend gute Zahlen vorweisen können. Die Aktie der Grossbank stiegen daraufhin stark.

Gründung der UBS Schweiz

Konzernchef Sergio Ermotti blickt mit Zufriedenheit auf den wichtigen Start der Schweizer Bankentochter. «Die Gründung von UBS Switzerland AG war ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Verbesserung der Abwicklungsfähigkeit», sagte er laut Mitteilung.

Zwei wichtige Kernzahlen wurden ausserdem umgesetzt: Die UBS gibt an, die harte Kernkapitalquote gemäss Basel III auf 14,4 Prozent gesteigert zu haben. Die Leverage Ratio für systemrelevante Schweizer Banken stieg auf 4,7 Prozent. Beide Ziele seien demnach vollständig erfüllt.

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Ausblick verhalten

Die UBS zog die Veröffentlichung des Quartalsberichts einen Tag vor.  Sie wolle damit «Transparenz schaffen und gewissen falschen und irreführenden Informationen entgegentreten, die öffentlich gemacht wurden», wie es in der Mitteilung zu den Quartalszahlen heisst. Zuvor hatte die Schweizer «SonntagsZeitung» unter Berufung auf Insider berichtet, dass die Bank einen Quartalsgewinn von 1,5 Milliarden Franken eingefahren habe.

Zum Ausblick äusserte sich die Bank vorsichtig. Saisonale Effekte dürften die Erträge und Gewinne im dritten Quartal beeinflussen. Zudem blieben viele geopolitische Probleme bestehen.

(me; mit Material von Reuters)