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Zahlen
UBS steigert Reingewinn - Aktie auf Jahreshoch

UBS: Im US-Vermögensverwaltungsgeschäft sank der operative Gewinn. Keystone

UBS schreibt im dritten Quartal einen höheren Reingewinn als im Vorjahresquartal. Im Schweizer Geschäft bleiben die Negativzinsen ein wichtiger Faktor. Die Börse reagiert erfreut auf die Zahlen.

Veröffentlicht am 27.10.2017

Die Grossbank UBS hat im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal einen Reingewinn von 0,9 Milliarden Franken geschrieben, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Schweizer Geschäft litt unter Negativzinsen und höheren Kosten.

Der Reingewinn wurde durch die Höherbewertung von latenten Steueransprüchen vor allem im US Wealth Management beeinträchtigt. Der Gewinn vor Steuern stieg im dritten Quartal mit 39 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken deutlich, wie die UBS am Freitag mitteilte.

Höher als im Mai

Die Börse reagierte positiv auf die Zahlen der Bank. Die UBS-Aktien haben am Freitag in der ersten Handelsstunde einen neuen Jahreshöchststand erreicht. Die Gewinne im dritten Quartal versetzten die Anleger in einem leicht positiven Gesamthandel in Euphorie.

Die Aktien der Grossbank UBS sind in der ersten Handelsstunde um 2 Prozent auf 17,60 Franken geklettert. Damit übertrafen die UBS-Papiere ihre bisherigen Jahreshöchstkurse von Anfang Mai bei 17,49 Franken.

Weniger Gelder im US-Geschäft

Das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft verbesserte sich in allen Ertragskategorien. Der operative Gewinn erhöhte sich von 504 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf 587 Millionen Franken.

Das US-Vermögensverwaltungsgeschäft verzeichnete Nettogeldabflüsse von 2,3 Milliarden Dollar, weil bewusst weniger Vermögensverwalter (Broker) rekrutiert wurden. Der operative Gewinn sank um 5 Millionen auf 315 Millionen Franken im dritten Quartal.

Negativzinsen setzen zu

Satt waren die Gewinne der Investmentbank. Der Vorsteuergewinn von Juli bis September betrug 269 Millionen Franken (Vorjahr 161 Millionen Franken). Hohe Einnahmen generierten Geschäfte mit Aktienderivaten. Die Marktvolatilität blieb weiter niedrig – was sich negativ auf das Geschäft auswirkte.

Das Schweizer Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden litt weiterhin unter den Negativzinsen. Wegen hohen Technologieausgaben stiegen zudem die Kosten. Der operative Gewinn sank von 453 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf 411 Millionen Franken.

Risiken bleiben

Wie die Bank weiter mitteilte, hatte sich die Situation bei den Risikopuffern wieder verbessert. Nachdem die harte Kernkapitalquote (CET1) im zweiten Quartal auf 13,5 Prozent schrumpfte, stieg sie per Ende September auf 13,7 Prozent.

«Wir erzielten gute Resultate in allen Unternehmensbereichen, mit Asien/Pazifik als einem wichtigen Treiber des profitablen Wachstums», kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.

Für das Gesamtjahr gab sich die UBS verhalten optimistisch: Geopolitische Spannungen stellten nach wie vor ein Risiko für die Anlegerstimmung dar. Zudem setzten tiefe und negative Zinsen, insbesondere in der Schweiz und der Eurozone, die Nettozinsmarge unter Druck, wobei die Normalisierung der US-Geldpolitik dies teilweise kompensieren könnte.

(sda/jfr/gku)

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