Die UBS beteiligt sich nicht mehr an der täglichen Bestimmung des Euro-Referenzzinses Euribor. «Wir haben uns entschlossen, uns aus dem Euribor-Panel zurückzuziehen und uns auf unsere Kern-Refinanzierungsmärkte Schweizer Franken und Dollar zu konzentrieren», sagte ein UBS-Sprecher.

Der Schritt habe mit dem im Oktober begonnen drastischen Rückbau der Investmentbanking-Sparte zu tun. Wegen der Verwicklung früherer UBS-Händler in Libor-Manipulationen musste UBS im letzten Jahr als Strafe und in Form von Gewinnherausgabe rund 1,4 Milliarden Franken zahlen.

Der Euribor wird ebenso wie Interbanken-Refinanzierungssätze für andere Währungen (Libor) mit Hilfe von Meldungen von Banken feststellt. Die Geldhäuser geben an, zu welchem Zins sie glauben, von anderen Banken Geld leihen zu können. Das System ist dadurch manipulationsanfällig.

Zugleich basieren darauf Finanzmarkt-Transaktionen im Billionen-Volumen. Neben UBS mussten auch Barclays und die Royal Bank of Scotland für die Meldung falscher Daten hohe Geldbussen bezahlen.

Banken wie die BayernLB, die US-Bank Citi oder die niederländische Rabobank hatten sich schon früher aus dem knapp 40 Banken starken Euribor-Panel zurückgezogen. Die UBS stieg vor kurzem auch aus dem Zins-Panel in Australien aus.

(tke/muv/sda)