Die Grossbank UBS trennt sich von ihrem australischen Vermögensverwaltungsgeschäft. Übernommen wird die Sparte vom dortigen Management. Die Bank begründet den Schritt mit steigenden Ansprüchen von Kunden und Regulatoren.

Die Vermögensverwaltung unterliege weltweit grundlegenden Änderungen, teilte die Bank in einem Communiqué mit. Wegen der Regulationen und den Kundenansprüchen sei das operative Verfahren immer komplexer geworden.

Investmentbanking bleibt

Das ganzheitliche Vermögensverwaltungsmodell der UBS habe sich in Australien mit seinem vom Maklergeschäft dominierten System kaum noch nachhaltig umsetzen lassen, schreibt die Bank.

Für die Grossbank bleibe Australien aber ein strategisch wichtiges Land. Der Verantwortliche für Australien, Matthew Grounds, wird mit den Worten zitiert, die UBS werde in ihre marktführende Investmentbank und in die Anlageverwaltung für Grosskunden weiterhin investieren.

Neue Firma heisst Crestone

Die aufgegebene Sparte übernimmt das Management. Mike Chrisholm, der bisherige UBS-Vermögensverwaltungschef in Australien, leitet auch das neue Unternehmen. Wie die Crestone genannte Firma mitteilte, werde sie die einzige unabhängige Vermögensverwalterin des Kontinents.

Die meisten Kundenberater und höheren Manager wollen sich Crestone anschliessen. Die Geschäfte aufnehmen wird die Firma im Oktober

(sda/tno/chb/ama)