Die UBS baut ihre Vermögensverwaltung in Europa und den Schwellenländern um. Hintergrund der Veränderungen sind der automatische Informationsaustausch in Steuersachen und eine Vereinheitlichung von Regulierungen weltweit. Es soll keinen Stellenabbau geben.

Die vier Kernpunkte des Umbaus sind dabei, wie aus einem internen Mail an die Beschäftigten der Grossbank hervorgeht: Ein One-Market-Ansatz, gemäss dem ein UBS-Kunde künftig zentral von einer Stelle bedient wird, egal ob er sein Vermögen im Heimatland lässt oder über die Grenze ins Ausland bringt.

Management wird umgestellt

Die UBS verringert ausserdem die Zahl ihrer Buchungszentren im grenzüberschreitenden Geschäft von derzeit zehn auf neu drei. Künftig gibt es solche Zentren noch in der Schweiz (hier insbesondere in Zürich und Genf), in Grossbritannien (London) und bei der Rechtseinheit UBS Europe in Frankfurt.

Die UBS schafft weiter unter dem Dach der UBS Europe eine Rechtseinheit für alle Inlandmärkte in Europa. Schliesslich wird es im Zuge des Umbaus zu Umstellungen im Management kommen. Betroffen von den Veränderungen sind laut UBS Positionen, die drei Stufen unter Konzernchef Sergio Ermotti liegen.

Nicht zum Sparen

Ein UBS-Sprecher erläuterte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, dass diese Veränderung einem Bedürfnis der Kunden entsprechen und damit optimal für das weitere Wachstum in der Vermögensverwaltung seien. Die Anpassung sei zudem eine Reaktion auf die Vereinheitlichung von gesetzlichen Regulierungen und sei mit Blick auf den automatischen Informationsaustausch in Steuersachen sinnvoll.

Laut dem UBS-Sprecher handelt es sich aber um keine Sparübung. Es würden keine Stellen abgebaut. Die Veränderungen würden nun umgesetzt und nach einer Umstellungsphase in Kraft treten.

Betroffen von den Massnahmen sind laut dem Unternehmensmail Europa und die Schwellenländer (Osteuropa, Russland, Afrika, Naher und Mittlerer Osten inklusive Griechenland und Israel, Süd- und Mittelamerika). Asien ist jedoch ausgenommen.

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(sda/jfr)