1. Home
  2. Unternehmen
  3. USA fordern Oligarchen-Daten von UBS und Credit Suisse

Sanktionen
UBS und Credit Suisse sollen Daten zu Oligarchen liefern

Sehldon_Whitehouse_US_Senator
Sheldon Whitehouse vor dem Kapitol in Washington: Der demokratische Senator fordert Informationen von den Schweizer Grossbanken.Quelle: Gabriella Demczuk/Getty Images

Weitere US-Sanktionen gegen Russland sind möglich. Jetzt sollen Schweizer Banken deswegen Informationen herausgeben.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Anfang April haben die USA Sanktionen gegen Russland verhängt. Die Strafmassnahmen richteten sich gegen einflussreiche Unternehmer und Politiker. Auch der bekannte Investor und Wahlschweizer Viktor Vekselberg geriet ins Visier der Regierung von Donald Trump. Es waren nicht die ersten in diesem Jahr – schon im März hatte Washington erste Sanktionen gegen Moskau verfügt.

Weitere Druckmittel könnten folgen. Das Verhältnis zwischen den bleiben Ländern bleibt äusserst angespannt. Nicht nur das Weisse Haus, auch der Kongress will im Konflikt offensichtlich nicht locker lassen. Und das haben nun die Schweizer Grossbanken zu spüren bekommen.

Zwei US-Senatoren fordern nämlich von UBS und Credit Suisse Informationen zu über hundert Russen. Die Namen stammen von einer Liste, welche Washington im Januar veröffentlicht hat. Aufgeführt sind Milliardäre, Oligarchen und andere prominente und einflussreiche russische Bürger. Die Personen auf der Liste könnten von neuen US-Sanktionen getroffen werden.

Anzeige

Diese Verbindungen haben die russischen Oligarchen zur Schweiz

Andrey Kostin
Oleg_Deripaska
Alexei_Miller_Gazprom
Igor_Rotenberg
Andrei_Skotsch
viktor_vekselberg
Suleiman_Kerimov
Andrey Kostin
Oleg_Deripaska
Alexei_Miller_Gazprom
Igor_Rotenberg
1|7
Mit ihren Sanktionen gegen Viktor Vekselberg nehmen die USA einen in der Schweiz wohlbekannten Geschäftsmann ins Visier: Der schwerreiche Russe steuert von Zürich aus mit der Renova-Management-Gruppe seine Beteiligungen bei Schweizer Industrieunternehmen. Neben Vekselberg haben auch weitere sanktionierte Russen einen Bezug zur Schweiz...
Quelle: Keystone

Offizielle Untersuchung möglich

Die demokratischen Senatoren Sheldon Whitehouse und Jeanne Shaheen verlangen Informationen zu den Kundenbeziehungen, welche die Institute mit den Russen unterhalten. Neben der UBS und CS haben laut dem «Wall Street Journal» sechs weitere Grossbanken Post erhalten, darunter JP Morgan, Citigroup und die Deutsche Bank.

Zwar ist die Anfrage der Senatoren für die Grossbanken nicht bindend. Gemäss dem « WSJ» wollen die Senatoren den Druck aber erhöhen, falls die Institute nicht auf ihre Forderung reagieren. Die Politiker würden laut den Informationen der Zeitung den Rechnungshof des US-Kongresses (Government Accountability Office) auffordern, eine offizielle Untersuchung zu starten.

(mbü)