1. Home
  2. Unternehmen
  3. UBS und CS: Der Ruf bleibt ramponiert

Umfrage
UBS und CS: Der Ruf bleibt ramponiert

Zürcher Paradeplatz: UBS und Credit Suisse leiden noch immer unter der Finanzkrise. (Bild: Bloomberg)

Die Resultate des Marktforschungsinstituts Löwenheck sind drastisch: Die Schweizer Grossbanken punkto Vertrauen und Sympathie ein Problem – selbst bei den eigenen Kunden.

Veröffentlicht am 04.10.2013

Die Credit Suisse (CS) und die UBS haben in der Finanzkrise viel guten Ruf eingebüsst. Dass das Vertrauen in die Grossbanken noch immer nicht wiederhergestellt ist, zeigt eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Löwenheck.

So gilt die UBS in der öffentlichen Wahrnehmung als die unsicherste Bank. Die CS schneidet im Vergleich mit anderen Banken nicht viel besser ab: sie wird von den Befragten als deutlich weniger sicher eingestuft als andere Banken. Trotz dieser Beurteilung besitzt mehr als die Hälfte der Befragten – das Marktforschungsinstitut Löwenheck führte telefonische Interviews mit über 500 Personen aus der Agglomeration Zürich durch – ein Konto bei einer der beiden Grossbanken.

Postfinance und Raiffeisen sympathischer

Deutlich hinter der Konkurrenz werden die Grossbanken auch in Sachen Sympathie bewertet. Selbst UBS-Kunden finden gemäss der Umfrage die Postfinance oder die Raiffeisenbanken mehrheitlich sympathischer als die Bank, bei der sie selbst Kunde sind. Die UBS-Kunden stuften auch die Konditionen, welche die Bank ihnen bietet, als weniger gut ein als jene der Konkurrenz. Einzig bei den Dienstleistungen und dem Personal sind sie mit der eigenen Bank vergleichsweise zufrieden.

Ähnlich streng ins Gericht mit der Bank, bei der sie ein Konto haben, gehen auch die CS-Kunden. Bei Sicherheit, Service und Konditionen sind sie laut der repräsentativen Umfrage mehrheitlich der Ansicht, dass diese bei der Konkurrenz besser wären. Die Konkurrenz ist ihnen - mit Ausnahme der UBS - auch sympathischer. Vor diesem Hintergrund würde es nicht erstaunen, wenn Grossbankkunden über einen Wechsel zu anderen Instituten nachdenken würden. Überraschend ist aber, dass dies tatsächlich nur wenige tun. Sowohl bei der CS wie auch bei der UBS ist dies gerade einmal bei etwas mehr als jedem Zehnten der Fall.

(sda/vst/moh)

Anzeige