Für beide Schweizer Grossbanken dürfte das zweite Quartal 2011 ein schwieriges gewesen sein. Nicht nur spüren sie die unsichere Lage an den Finanzmärkten, als Schweizer Banken plagt sie auch das Frankenhoch. Analysten rechnen deshalb mit schwachen Erträgen und schlechten Nachrichten für die Angestellten.

Denn während viele Kosten - vor allem für die Entlohnung der Mitarbeiter - in Franken anfallen, kommen die Erträge zu einem guten Teil in ausländischen Währungen herein. Da gemäss Analysten im zweiten Quartal auch die Erträge eher schwach ausfallen dürften, könnte ein Stellenabbau zur Kostensenkung erst recht zum Thema werden.

Experten rechnen bei der UBS vor allem bei der Vermögensverwaltung (Wealth Management) mit einem Stellenabbau, bei der CS hingegen eher in der Investmentbank. Gemäss von den Medien weitergetragenen Spekulationen sollen bei der UBS bis zu 5000 Stellen weggespart werden, bei der CS weltweit 1600.

1600 Stellen weniger bei der CS

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Recherchen des Wirtschaftsportals «finews.ch» decken sich mit den Spekulationen: Demnach soll die CS 1600 Stellen abbauen, 530 davon in der Schweiz. Betroffen sein sollen neben dem Investmentbanking auch das Private Banking, die Informatik sowie administrative Bereiche.

Der Gewinn wird bei der UBS im zweiten Quartal zudem voraussichtlich tiefer als im Vorquartal und im Vorjahr ausfallen. Von der Finanznachrichtenagentur AWP befragte Analysten gehen im Durchschnitt von einem Reingewinn von 1,2 Milliarden Franken aus. Im Vorquartal von Januar bis März blieben der Bank unter dem Strich 1,8 Milliarden Franken übrig.

Auch für die CS wird der Quartalsgewinn tiefer als zu Beginn des Jahres geschätzt. Im ersten Quartal verdiente sie 1,34 Milliarden Franken.

(cms/sda)