Wenn UBS und Goldman Sachs für das neue Jahr den Vorsatz gefasst haben, sich 2015 die Spitzenplätze unter den Konsortialbanken für Aktienverkäufe zu sichern, dann könnten sie das in Rekordzeit geschafft haben.

Die spanische Banco Santander hatte die Schweizer und die US-Bank mit der Aufgabe betraut, Käufer für Aktien im Rahmen einer 7,5 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung zu finden. Es handelt sich dabei um die grösste jemals durchgeführte Platzierung im beschleunigten Verfahren in Europa - und der Auftrag wird wahrscheinlich eines der begehrtesten Mandate des Jahres sein.

Grosser Coup

UBS und Goldman dürften sich eine Zahlung zwischen 56 Millionen Euro und 113 Millionen Euro teilen, basierend auf den üblichen Gebühren von 0,75 Prozent bis 1,5 Prozent des Transaktionsvolumens, wie mit dem Vorgang vertraute Personen gegenüber Bloomberg News sagten. Vertreter aller drei Banken lehnten eine Stellungnahme ab.

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«Goldman Sachs und UBS ist ein grosser Coup gelungen», sagte Mark Williams, Autor des Buches «Uncontrolled Risk» über den Aufstieg und Untergang von Lehman Brothers. Dass Santander diesen Banken gegenüber anderen Häusern den Vorzug gegeben habe, signalisiere ein «grösseres Gewinnpotenzial».

Vorsprung vor den Rivalen

Bei der Beratung von Börsengängen und Zweitplatzierungen hatte Goldman Sachs 2014 in Europa den ersten Platz belegt, während die UBS auf dem vierten Rang zu finden war, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen. Die Santander-Aktienemission gibt den beiden Banken einen Vorsprung gegenüber den Rivalen, wenn sie ihre Dienste anderen Unternehmen anbieten, die ebenfalls Kapitalerhöhungen planen.

(bloomberg/ise)