Jes Staley, der zum CEO der britischen Bank Barclays ernannt worden ist, tritt per sofort als Mitglied des Verwaltungsrates der UBS zurück. Der sofortige Rücktritt aus seinen Funktionen erfolge, um Interessenkonflikte aufgrund seiner Ernennung zum CEO von Barclays zu vermeiden, teilte die Schweizer Grossbank am Mittwoch mit.

Jes Staley werde an der nächsten UBS-Generalversammlung 2016 nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stehen, schreibt die UBS weiter. Er war im Mai 2015 an der UBS-Generalversammlung in den Verwaltungsrat gewählt worden.

Start Anfang Dezember

Die UBS wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben, ob neue Kandidaten für die Wahl in den UBS Verwaltungsrat nominiert werden.

James E. (Jes) Staley, der 34 Jahre für den Konkurrenten JPMorgan gearbeitet und seit 2013 beim Hedgefonds BlueMountain Capital Management ist, wird am 1. Dezember 2015 das Ruder bei Barclays übernehmen, teilte die Bank. Mitte Oktober hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider bereits darüber berichtet.

Anfang Juli hatte die Bank ihren Vorstandschef Antony Jenkins angesichts des schleppenden Umbaus und der chronischen Renditeschwäche vor die Tür gesetzt. Vorübergehend führt nun Verwaltungsratschef McFarlane die Geschäfte. Er gilt als harter Sanierer.

Stellenabbau?

Bei der jüngsten Zahlenvorlage lief es für Barclays gar nicht so schlecht: Dank eines stärkeren Investmentbankings hat die Bank ihren operativen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert. Trotz der positiven Zwischenbilanz kündigte McFarlane weitere Einschnitte an. Die Trennung von Randgeschäften werde beschleunigt. Zuletzt hiess es in Medienberichten, dass Barclays in den kommenden beiden Jahren mehr als 30'000 seiner noch gut 130'000 Stellen abbauen könnte.

Anzeige

(awp/dbe/chb)