Die UBS steht offenbar vor einem wichtigen Etappensieg in der juristischen Aufarbeitung der Madoff-Affäre. Zwei US-Gerichte hätten die Betrugsklage von Insolvenzverwalter Irving Picard gegen die Grossbank abgewiesen, heisst es in einem Artikel der «NZZaS» (Ausgabe 12.1.). Am Freitag habe überdies der Oberste Gerichtshof in Washington beraten, ob er die Berufung Picards gegen die Entscheide akzeptiere.

Entscheid wird morgen Montag bekannt

Tue er dies nicht, sei Picard der letzten Möglichkeit genommen, von der UBS Geld zu verlangen, um geprellte Investoren des Milliardenbetrügers Madoff zu entschädigen, so die «NZZaS». Der Entscheid des Gerichtshofs dürfte am Montag bekannt werden. Beobachter erwarten gemäss dem Artikel, dass das Verfahren gegen die UBS an diesem Tag letztinstanzlich ende. Er gehe davon aus, dass der Supreme Court Picards Antrag zurückweise, zitiert das Blatt Peter Henning, einen Juraprofessor an der Wayne State University.

Keine Bedrohung mehr

Die neun Verfassungsrichter würden nicht über den Streitfall selbst entscheiden, sondern darüber, ob triftige Gründe vorlägen, den Prozess fortzusetzen. In den allermeisten Fällen lehne der oberste Gerichtshof Berufungsanträge kommentarlos ab. Verbleibende Zivilklagen einzelner Investoren würden für die UBS keine materielle Bedrohung mehr darstellen.

Bei der UBS war für einen Kommentar vorerst niemand erreichbar.

(awp)

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