Die beiden Schweizer Grossbanken melden Fortschritte auf dem Weg zu geringerer Krisenanfälligkeit. Beim Konzerngewinn scheint die UBS 2013 mit 3,17 Milliarden Franken die Nase leicht vor der Credit Suisse zu haben, die 3,07 Milliarden Franken ausweist.

Allerdings sind die Zahlen wegen unterschiedlicher Rechnungslegung nicht uneingeschränkt vergleichbar. Im vierten Quartal steht die Credit Suisse auf den ersten Blick mit einem Überschuss von 267 Millionen Franken deutlich hinter der UBS mit 917 Millionen Franken. Allerdings profitierte die UBS von einer Steuergutschrift von 470 Millionen Franken, während die Credit Suisse für US-Rechtsstreitigkeiten in den USA 517 Millionen Franken zurückstellte.

Kaum durchschaubares Dickicht

Die verwalteten Vermögen steigerte die Credit Suisse um 2,5 Prozent auf 1,282 Billionen Franken. Die UBS legte um 7,1 Prozent auf 2,39 Billionen zu. Beide Jahresrechnungen sind voll von Ergebnisbereinigungen, Vorbehalten und Ausklammerungen. Ein kaum durchschaubares Dickicht sind die verschiedenen Kapitalquoten und Risikogewichtungen.

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Bei der ungewichteten Eigenkapitalquote weist die UBS eine «stufenweise umgesetzte Schweizer Leverage Ratio» per Ende 2013 von 4,7 Prozent aus. Unter Annahme einer vollständigen Umsetzung seien es 3,4 Prozent. Die Credit Suisse will eine «Swiss Total Capital Leverage ratio» von 3,8 Prozent erreicht haben.

Bonustopf mit über 3 Milliarden Franken

Zu Boni und Steuern nannte die UBS einige Eckwerte, während die Credit Suisse die Öffentlichkeit vor der Publikation des Geschäftsberichts im Dunkeln lässt.

Bei der UBS ist der Bonustopf mit 3,2 Milliarden Franken gefüllt, was nach den Worten von Konzernchef Sergio Ermotti eine «Normalisierung» nach früheren Einschnitten ist. Bei den Steuern lässt die Normalisierung hingegen noch auf sich warten. In den nächsten beiden Jahren werde wegen Verlustvorträgen keine Gewinnsteuer entrichtet.

(sda/dbe)