Die UBS will in Deutschland wieder auf den Wachstumskurs zurückfinden und dazu die Anzahl Kundenberater in den kommenden Jahren «um etwa ein Drittel aufstocken». Dies sagte der seit letztem April amtierende UBS Deutschland-Chef Thomas Rodermann den deutschen Blättern «Börsen-Zeitung» und «FAZ». Im Vordergrund stehe dabei die Qualität. «Bei einer Neueinstellung müssen die Erwartungen von Bank und Berater zueinander passen», betonte der 50 Jahre alte Banker, der von der Deutschen Bank zur UBS stiess.

Alle Niederlassungsleiter hätten die Aufgabe, Wachstumspläne zu erstellen, sagt er weiter. Deutschland sei «ein Kernmarkt in Europa». Anspruch sei es dabei für UBS Deutschland, «in den nächsten Jahren mehr als die 4 Prozent Marktwachstum zu erreichen».

Teure Digitalisierung

2016 will die Bank Rodermann zufolge unter anderem rund 6 bis 10 Millionen Euro in die Digitalisierung investieren. UBS Deutschland hat zuletzt die IT-Plattform aus dem Heimatmarkt der Mutter übernommen. Dies habe das Geschäft beinahe beliebig skalierbar werden lassen. Nun gelte es, diese Plattform den deutschen Anforderungen anzupassen, sagte er.

Bald schon will die grösste Schweizer Bank in Deutschland auch wieder Gewinn erwirtschaften. «Wir wollen spätestens ab 2017 nachhaltig profitabel sein. Operativ lagen wir schon 2014 nur knapp unter der Gewinnschwelle», so Rodermann.

«Anzug war zu weit geschneidert»

Er räumte gegenüber den Blättern auch ein, dass die UBS in Deutschland in der Vergangenheit auf zu grossem Fuss gelebt hat: «Die Bank hatte ein echtes Kostenthema. Ihr Anzug war sozusagen zu weit geschneidert. Es war daher wichtig, zunächst wieder eine saubere Basis zu schaffen, von der aus die Bank wieder profitabel wachsen kann.»

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(awp/gku/ama)