USP . Bekannte Konsumgüterhersteller wie L’Oréal, Lindt & Sprüngli, Feldschlösschen, Ferrero und Nestlé haben etwas gemeinsam: Sie mieten für ihre Promotionsaktivitäten «auswärtiges» Personal bei USP Partner AG. Die Kriterien für dessen Auswahl bestimmt der Auftraggeber. Dazu ein Beispiel: «Mindestgrösse 170 cm, Alter 20 bis 27 Jahre und Beherrschung der französischen, englischen sowie deutschen Sprache», lauten etwa die Vorgaben von Toyota und Lexus für die Hostessen und Hosts, die ausgewählte Promotions-Aktivitäten unterstützen sollen. Die Automobilhersteller Ford, KIA Motors und Suzuki zählen ebenfalls auf USP. «Wir haben hunderte von Leuten im Einsatz und sind damit einer der bedeutenden «Hostessen- und Host-Lieferanten», sagt Marc Brunner, Geschäftsführer und Mitbegründer des Unterneh-mens. Der von ihm angebotene Job ist bei jungen Damen und Herren sehr beliebt. «Wir bekommen sehr viele Bewerbungen und können deshalb nur einen Teil davon berücksichtigen», bedauert Brunner. USP steht für Unique Selling Proposition. Auf Deutsch: Alleinstellungsmerkmal. Hält dieser Anspruch den in diesen Begriff gesetzten Vorgaben stand? «Unser USP spürt der Kunde in sämtlichen Phasen der Zusammenarbeit mit uns, insbesondere aber in der Qualität des Personals, das im Einsatz steht», sagt der Chef dazu.

Sorgfältige Selektion

Die Ausgewählten werden sorgfältig selektioniert, mit verschiedenen Massnahmen auf den Job vorbereitet und motiviert. Je nach Aufgabe werden konkrete Tipps und Tricks mit Gesprächsleitfäden und Fragetechnik für den Einsatz an der Front vermittelt. Auf dem Programm für diese Vorausbildung stehen etwa auch die Behandlung von Einwänden der potenziellen Kunden oder spezielle Abschlusstechniken, um einen Deal zum Erfolg zu bringen. Im ersten vollen Betriebsjahr wurde ein Umsatz von 400 000 Fr. erzielt, 2006 waren es bereits 2,2 Mio Fr. «Immer mehr Firmen verlagern ihre Marketingaktivitäten an die Front. Investitionen in Promotionsaktivitäten sind messbar. Kommt hinzu, dass durch Promotionspersonal direkte positive Kontakte zum Zielpublikum hergestellt und Emotionen geweckt werden können», begründet Marc Brunner diesen Erfolg.Der Personalpool von USP umfasst inzwischen eine Kartei, mit über 1000 Personen. Diese sind auf Abruf bereit, spezifische Aufgaben zu übernehmen. Zu den regelmässigen Auftraggebern gehören die Branchen Nahrungsmittel, Getränke, Automobil, Kosmetik, Tabak und Mobilephones. Abgedeckt werden alle Regionen der Schweiz, in denen Promotionen, Degustationen, Samplings, Events und Messen, aber auch Mystery-Shoppings stattfinden.

Aus der Not eine Tugend gemacht

Auf die Nische Promotionsgeschäft ist Brunner durch einen tragischen Zufall gekommen. Ursprünglich hatte der ehemalige Banker und Vertriebsleiter einer Versicherung Mitarbeiter für diese beiden Branchen vermittelt und Trainings in den Bereichen Verkauf, Kommunikation und Sozialkompetenz angeboten. «Ich hatte in meinem Berufsalltag festgestellt, dass viele Berater zwar über gute Fachkenntnisse, aber über zu wenig Soft Skills verfügen.» Nach den Anschlägen auf das World Trade Center im September 2001 hätten etliche Unternehmen zudem noch ihre Personalbestände reduziert. «Sowohl das Wirtschaftswachstum wie auch die Kurse tendierten nach unten. Der Anschlag beschleunigte diese Tendenz. Banken und Versicherungen bauten umgehend Überkapazitäten ab. Im Sog der Negativmeldungen konnten viele Unternehmen der Finanzbranche ihre Altlasten bereinigen und ohne grosses Aufsehen Personal abbauen», so Brunner.Im Rahmen eines Verkaufstrainings ist Marc Brunner mit der Konsumgüterindustrie in Berührung gekommen. Ein Kunde erklärte ihm, dass er für Promotionen regelmässig Personal dazumiete, das er am Verkaufspunkt einsetze. Diese Leute seien zwar «nett, hübsch und freundlich», aber «zu wenig aktiv und abschlussstark im Verkaufsgespräch.» Damit war die Idee für den Aufbau des Promotionsgeschäftes der USP Partner AG geboren.

Anzeige

Name:

Gründung:

Führung:

Umsatz:

Beschäftigte:

Produkte:

Internet: