Eine Grossübernahme hat der Schweizer Privatbank Julius Bär einen sprunghaften Anstieg der Kundengelder beschert. Die verwalteten Vermögen kletterten in den ersten zehn Monaten 2013 um 31 Prozent auf 249 Milliarden Franken, wie der grösste börsennotierte reine Vermögensverwalter des Landes mitteilte.

Der bereits übernommene Teil des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank of America/Merrill Lynch steuerte 48 Milliarden Franken bei. In den kommenden Monaten sollen schrittweise weitere Teile integriert werden. Bis Januar 2015 rechnet Bär mit einem Zufluss von insgesamt bis zu 72 Milliarden Franken.

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Mehr neue Gelder seit Jahresmitte

Der Neugeldzufluss habe seit der Jahresmitte etwas angezogen, erklärte die Bank. Nach zehn Monaten liege die Zuwachsrate am unteren Ende des mittelfristigen Zielbands von vier bis sechs Prozent. Die Zuflüsse aus dem grenzüberschreitenden Geschäft in Europa und die Abflüsse auf Grund von Selbstanzeigen hätten sich in etwa ausgeglichen.

Kunden aus Deutschland und anderen europäischen Ländern legten ihre in der Schweiz geparkten Vermögen den Steuerbehörden offen und müssten dafür Zahlungen leisten - Geld, dass sie bei Bär abziehen.

(reuters/muv/moh)