Die geplante Übernahme des US-Produzenten der Golden Globes, Dick Clark, durch den chinesischen Mischkonzern Dalian Wanda ist offenbar geplatzt. Laut einem Medienbericht scheiterte der Deal unter anderem an der fehlenden Zustimmung chinesischer Behörden.

Die auf Unterhaltungsnachrichten spezialisierte Website The Wrap berichtete am Montag unter Berufung auf nicht genannte Quellen über die gescheiterte Übernahme. Wanda hatte Dick Clar für eine Milliarden Dollar kaufen wollen. Stellungnahmen der beiden Unternehmen lagen zunächst nicht vor.

Zeitenwende im Film-Business

Wanda hat im vergangenen Jahr das Hollywood-Studio Legendary Entertainment übernommen, das Kinofilme wie «Batman» und «Godzilla» produzierte, und zudem eine Kooperation mit der Muttergesellschaft der Columbia-Studios vereinbart. Zum Konzern gehört auch der Kino-Betreiber AMC Entertainment. Wanda-Gründer Wang Jianlin – der reichste Mann des Landes – geht davon aus, dass China in diesem Jahr die USA als weltweit grössten Film-Markt ablöst.

Ziel der Übernahme war es, einen der grössten Unterhaltungskonzerne des Welt zu schmieden. Erst im Januar des letzten Jahres kaufte Wanda das grosse kalifornische Filmstudio Legendary Entertainment für 3,5 Milliarden Dollar. 2015 sorgte die Gruppe in der Schweiz für Schlagzeilen, als sie für 1,05 Milliarden Euro den Zuger Sportrechte-Vermarkter Infront übernahm.

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(sda/ise/me)