Die geplante Übernahme des Blatts durch den Internetpionier war im August bekannt gemacht worden. Der entsprechende Vertrag über 250 Millionen Dollar sei geschlossen worden, teilte die Zeitung mit. Mit dem Verkauf reagiert die Verlegerfamilie Graham, die das Zeitungsgeschäft seit acht Jahrzehnten führte, auf den Rückgang der Auflage und der Anzeigenerlöse infolge der Konkurrenz durch das Internet.

Die «Washington Post» war seit vier Generationen im Besitz der Familie Graham, Nachfahren von Eugene Meyer, der sie im Jahr 1933 gekauft hatte. Berühmt wurde die Zeitung durch die Aufdeckung des «Watergate» -Skandals, der in den 1970er Jahren zum Rücktritt des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon führte. Zuletzt sorgte sie mit Enthüllungen zur flächendeckenden Überwachung der Telefon- und Internetkommunikation durch den US-Geheimdienst NSA für Aufsehen.

(sda/tke)