Der britisch-spanische Luftfahrtkonzern International Airlines Group (IAG) hat am Freitag ein offizielles Kaufangebot für die irische Fluggesellschaft Aer Lingus vorgelegt. Dabei bestätigte der Konzern sein Angebot an die Aer Lingus-Aktionäre pro Titel 2,55 Euro zu zahlen.

Das sind etwa 40 Prozent mehr als zum Schlusskurs vom 17. Dezember 2014. Am Tag darauf hatte IAG seine Übernahmeabsichten öffentlich gemacht. Mit der Abgabe eines offiziellen Angebots setzt der Luftfahrtkonzern, zu dem bereits die Fluggesellschaften British Airways und Iberia gehören, den Hauptaktionär Ryanair unter Druck.

Aktionäre müssen entscheiden

Die irische Billig-Airline hält 29,8 Prozent der Anteile an Aer Lingus. Ryanair hatte in der Vergangenheit bereits drei Mal erfolglos versucht, Aer Lingus ganz zu übernehmen. Zu dem angestrebten Geschäft von IAG hat sich Aer Lingus bis jetzt noch nicht offiziell geäussert. Nun muss die Aktionärsversammlung von Aer Lingus – und damit auch Ryanair als Anteilseigner – am 16. Juli über das Angebot entscheiden.

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Neben Ryanair ist unter anderem der irische Staat an Aer Lingus beteiligt. Er hatte bereits grünes Licht für den Verkauf an IAG gegeben. Auch der Verwaltungsrat der irischen Fluggesellschaft unterstützt das Vorhaben.

(awp/ise/ama)