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Übernahmekandidat Sika erzielt ein Rekordresultat

Sika-Fabrik in Düdingen: 2014 war ein sehr gutes Jahr für den Familienkonzern. Keystone

Der Schweizer Klebstoffhersteller Sika hat die eigenen Wachstumsziele 2014 deutlich übertroffen. Kurz vor der Übernahme durch Saint-Gobain erwarten die Baarer eine grosse Gewinnsteigerung.

Veröffentlicht am 13.01.2015

Der Bauchemie- und Klebestoffhersteller Sika hat im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 8,3 Prozent auf 5,57 Milliarden Franken gesteigert. Damit seien die Wachstumsziele deutlich übertroffen worden. Zum « Rekordresultat» hätten alle Regionen beigetragen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der negative Währungseffekt für das Gesamtjahr belief sich auf minus 4,7 Prozent. Das Umsatzwachstum in Lokalwährungen betrug 13 Prozent. «Wir haben sowohl im letzten Quartal 2014 als auch über das ganze Geschäftsjahr unsere Wachstumsziele übertroffen», wurde Jan Jenisch, Vorsitzender der Konzernleitung, in der Mitteilung zitiert.

Lateinamerika am dynamischsten

Sämtliche Märkte trugen zur Umsatzsteigerung bei. Das Wachstum lag in Lateinamerika (plus 15,9 Prozent) erneut am höchsten, gefolgt von Europa/Naher Osten/Afrika (plus 13,3 Prozent), der Region Asien/Pazifik (plus 12,8 Prozent) und Nordamerika (plus 7,9 Prozent). Das Umsatzplus in den Schwellenländern betrug 15,2 Prozent.

In einem «anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld» sei es Sika gelungen, von ihrer starken Marktpräsenz zu profitieren. Zudem wurden neue Fabriken in Brasilien, Mexiko, Indonesien, Singapur, Indien und Serbien eröffnet. In den USA wurden zwei zusätzliche Werke in Betrieb genommen.

Viel höherer Gewinn erwartet

Sika rechnet mit einer «überproportionalen Gewinnsteigerung» für das Gesamtjahr. Es werde ein Betriebsergebnis (Ebit) von über 600 Millionen Franken erwartet. 2013 hatte der Gewinn bei 344 Millionen gelegen. Die Bilanz für 2014 wird am 27. Februar präsentiert.

Sika steht vor der Übernahme durch Saint-Gobain. Die Gründerfamilie Burkard, die mit 16,1 Prozent des Kapitals 52,4 Prozent der Stimmrechte kontrolliert, will ihren Anteil für 2,75 Milliarden Franken an den französischen Konkurrenten verkaufen. Die Sika-Führung sträubt sich dagegen. Unlängst schalteten die Sika-Erben das Kantonsgericht Zug ein, um die Einberufung einer ausserordentlichen Generalversammlung von Sika anzuordnen.

(sda/gku/chb)

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