Sunrise hat im vergangenen Jahr weniger Umsatz und Betriebsgewinn erzielt. Immerhin hat die Übernahme von zwei kleineren Prepaid-Anbietern die Talfahrt leicht bremsen können. Der Umsatz sank im letzten Jahr auf 2,021 Milliarden Franken.

Das sind 2,2 Prozent weniger als 2012. Ohne die Übernahmen von Lebara und Ortel wäre der Umsatz gar um 3,5 Prozent geschrumpft, teilte Sunrise am Donnerstag in einem Communiqué mit. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sank um 2,5 Prozent auf 613,5 Millionen Franken.

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Kerngeschäft unter Druck

Kostensenkungen konnten den Umsatzrückgang nur teilweise wettmachen, wie der zweitgrösste Telekomanbieter der Schweiz mitteilte. Gerade das angestammte Geschäft stand unter Druck. So machte Sunrise der Preiszerfall im Mobilfunk zu schaffen, den die Swisscom im vorletzten Sommer losgetreten hatte.

Der Mobilfunkumsatz von Sunrise schrumpfte um 3,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Franken. Auch das Festnetzgeschäft verlor 3 Prozent und erzielte noch einen Umsatz von 558 Millionen Franken. Hauptsächlicher Grund für den Rückgang sei der Verlust von Kunden und Einbussen in der traditionellen Sprachtelefonie, schreibt Sunrise im Quartalsbericht.

Dagegen konnte das Internetgeschäft um 8,2 Prozent auf 197,6 Millionen Franken zulegen. Hier profitierte Sunrise vom TV-Geschäft, das seine Kundenzahl im vergangenen Jahr auf 74'300 verdoppeln konnte.

(sda/me/sim)