Das Verbindungstechnik- und Logistikunternehmen Bossard ist im ersten Quartal 2015 von Übernahmen begünstigt gewachsen. Der Umsatz legte um 5,1 Prozent auf 168,8 Millionen Franken zu. Allerdings spürte die Gruppe den Einfluss des starken Frankens: In Lokalwährungen wuchs der Umsatz mit +8,2 Prozent stärker, wie das Unternehmen mitteilt.


«Durch Übernahmen und weitere Investitionen haben wir unsere Marktposition in verschiedenen Ländern gefestigt», wird CEO David Dean in der Mitteilung zitiert. Ohne Akquisitionen ergäbe sich in Lokalwährung ein Umsatz-Minus von 1,5 Prozent und in Schweizer Franken ein Rückgang von 4,3 Prozent. Mit dem ausgewiesenen Umsatz lag Bossard zwischen den Vorgaben der ZKB (174 Millionen) und jener der Bank Vontobel (164 Millionen).

Eine Milliarde Franken Umsatz im Visier

Während sich die Bossard-Gruppe in Europa – plus 3,1 Prozent in Franken –  mit wenig einheitlichen Markttendenzen konfrontiert sieht, gelang in den USA mit der Übernahme der Aero-Space Southwest ein Umsatzsprung um 22 Prozent. Im Asien-Geschäft habe das Unternehmen derweil weitere Fortschritte erzielt und die Verkäufe in Lokalwährungen um 7,8 Prozent erhöht.

Für das Jahr 2015 zeigt sich Bossard zuversichtlich. Weiterhin wird mit einem Umsatz im Bereich von 660 bis 680 Millionen Franken, entsprechend einem Plus von 13 bis 16 Prozent in Lokalwährungen gerechnet. Die Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Währungsrelationen nicht nochmals deutlich verschieben, so die Mitteilung. Bis 2020 soll der Umsatz auf rund 1 Milliarden anwachsen, wie Bossard Anfang März anlässlich der Bilanzmedienkonferenz bekanntgab.

(awp/dbe)