Die Schweizer Uhrenexporte haben das Wachstum im Monat Oktober nur noch sehr gemässigt fortgesetzt, nachdem die Ausfuhren von Schweizer Uhren im September deutlich angestiegen sind. Während nach Deutschland oder den USA mehr Uhren exportiert wurden, gingen die Absätze nach China zurück.

Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Uhrenexporte nominal um 1,1 Prozent auf 2,16 Milliarden Franken, real lag das Plus bei 0,1 Prozent, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) mitteilte. In den Monaten August und September lagen die Wachstumsraten nominal bei 0,5 Prozent beziehungsweise 8,5 Prozent. In den ersten zehn Monaten des Jahres beliefen sich die Uhrenausfuhren auf 17,82 Milliarden Franken, was einem nominalen Anstieg von 1,8 Prozent entspricht. Real ergab sich ein kleines Minus von 0,3 Prozent.

Die Uhrenbranche habe sich im Oktober gut entwickelt und sei auf hohem Niveau weiter gewachsen, schreibt der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) in seiner Mitteilung. Dabei sei der Oktober 2013 gemessen am Exportvolumen der beste Monat in der Geschichte der Uhrenbranche.

Gestiegene Nachfrage nach Stahluhren

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Zum wertmässigen Wachstum hätten die Stahluhren mit einem Plus von 4,6 Prozent auf 810 Millionen Franken am meisten beigetragen, heisst es weiter. Die Anzahl exportierter Stahluhren erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 1,65 Millionen Einheiten. Demgegenüber verloren Gold- (-3,2 Prozent auf 686 Millionen Franken) sowie Gold-Stahluhren (-6,8 Prozent auf 313 Millionen) an Terrain. Nach Einheiten gaben Golduhren gar um 8,1 Prozent auf 51'500 nach, die Ausfuhren von Gold-Stahluhren sanken um 0,6 Prozent auf 115'300 Stück.

Nach Preisklassen betrachtet fällt erneut das starke Wachstum von Uhren mit einem Exportpreis zwischen 200 und 500 CHF auf. Die Ausfuhren in dieser Preisklasse haben im Wert um beinahe 15 Prozent zugenommen. Bei Uhren mit einem Preis von über 500 CHF stellte sich ein leichtes Exportwachstum von einem bis zwei Prozent ein, dagegen gingen die Ausfuhren von "billigen" Uhren (bis 200 CHF) um über 5 Prozent zurück.

Wachstum in den USA – China verliert

Hongkong war im Oktober mit einem Exportvolumen von 404 Millionen Franken weiterhin unangefochten der grösste Exportmarkt für die Schweizer Uhrenindustrie und blieb mit einem Plus von 0,3 Prozent stabil. Demgegenüber kam es im zweitgrössten Markt USA zu einem Wachstum von knapp 6 Prozent auf 219 Millionen und auch Deutschland (+2,5 Prozent) zeigte Anzeigen einer Erholung.

Demgegenüber gingen die Exporte nach Italien (-2,8 Prozent) oder Frankreich (-5,1 Prozent) zurück. Im drittwichtigsten Markt China sanken die Absatzvolumen sogar um beinahe 9 Prozent auf 139 Millionen Franken, nachdem sich zuletzt ein Ende der Konsolidierung abgezeichnet hatte. Dagegen hätten sich in Singapur die Erholungstendenzen mit einem Plus von 17 Prozent klar bestätigt. Singapur belegt nun mit einem Volumen von 119 Millionen Franken den sechsten Platz in der Exportstatistik des FHS.

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(awp/tke/aho)