Der Streit zwischen der Migros und dem Uhrenhersteller Mondaine um die M-Watch muss vor Gericht neu aufgerollt werden. Das Bundesgericht hat einen Rekurs des Grossverteilers gutgeheissen und verpflichtet das Zürcher Handelsgericht dazu, ein früheres Urteil zugunsten von Mondaine zu überprüfen.

Mondaine hatte dem orangen Riesen seit 1983 Uhren geliefert, welche die Migros unter dem Namen M-Watch verkaufte. Nach Unstimmigkeiten beendeten die beiden Unternehmen im Mai 2010 ihre Zusammenarbeit. Die Migros beanspruchte den Markennamen daraufhin für sich und versuchte, Mondaine den Verkauf der M-Watch zu verbieten.

Wer ist im Recht

Mondaine ging nach den Differenzen mit der Migros eine Vertriebspartnerschaft mit der Handelskette Manor ein. Im vergangenen Februar hatte das Handelsgericht Zürich der Migros verboten, die Bezeichnung M-Watch zu verwenden und gab damit dem Solothurner Uhrenfabrikanten Recht.

Das Bundesgericht hat nun einen Rekurs der Migros teilweise gutgeheissen, wie in Lausanne mitgeteilt wurde. Das Urteil vom Februar wird in wesentlichen Punkten für ungültig erklärt: Das Handelsgericht habe sich geirrt, in dem es entschieden habe, dass das Recht der Migros zur Benützung des Markennamens abgelaufen sei.

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Das Handelsgericht habe nicht untersucht ob der Handelskonzern Migros, wie dieser selbst bekräftigte, das Logo M-Watch selbst entworfen und in die Kooperation mit Mondaine eingebracht habe, hielt das Bundesgericht fest. Dies verstosse gegen Bundesrecht.

(sda/tke/muv)