Die Würfel sind gefallen: Ulrich Spiesshofer, der seit acht Jahren im Konzern tätig ist, wird neuer CEO von ABB. Damit hat sich der Favorit von ABB-Präsident Hubertus von Grünberg durchgesetzt.

Verlierer ist der Henkel-Chef Kasper Rorsted, er hatte die Unterstützung von VR-Mitglied Michael Treschow, der dem Nominierungskomittee angehört und ein Vertrauter des mächtigen ABB-Grossaktionärs Jacob Wallenberg ist.

Der Verwaltungsrat hat Ulrich Spiesshofer einstimmig zum neuen Geschäftsführer bestellt, teilte der Konzern heute mit. Er wird damit der Nachfolger von Joe Hogan und das Amt am 15. September übernehmen. Hogan wird für einige Monate noch als Berater fungieren. Hogan hat im Mai überraschend bekannt gegeben, nach gut viereinhalb Jahren an der ABB-Spitze von seinem Amt zurückzutreten. Der 56-jährige Amerikaner nannte private Gründe für seine Entscheidung.

Ulrich Spiesshofer ist seit 2005 Mitglied der ABB-Konzernleitung und wurde 2009 zum Leiter der Division Industrieautomation und Antriebe befördert. Unter seiner Führung hat sich der Umsatz der Sparte verdoppelt. So hat er die Integration des US-amerikanischen Unternehmen Baldor - die grösste Akquisition der ABB-Firmengeschichte.

Wer beerbt Spiesshofer?

Spiesshofer konnte zudem die Ertragsmarge der Division durch eine Neuausrichtung des Robotikgeschäfts sowie seiner Umsetzung des profitablen Wachstums  im Geschäft Antrieben und Elektromotoren erhöhen, berichtete die ABB-Medienstelle.

Wer die Nachfolge von Ulrich Spiessenhofer übernimmt, ist derzeit noch offen.

(chb/tke)