Novartis kauft erneut zu. Diesmal übernimmt der Basler Pharmakonzern das US-Unternehmen Encore Vision und will damit das ertragsschwache Geschäft im Bereich der Augenheilkunde stärken. Über die finanzielle Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Novartis werde nun auch auf dem Gebiet der Altersweitsichtigkeit aktiv sein, schreibt der Pharmariese in einer Mitteilung vom Dienstag.

Erst im November äusserte sich Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt in einem Interview über die Probleme im Augenheilbereich und heizte damit erneut Spekulationen um einen Verkauf der Sparte an. Ähnlich äusserte sich in den Monaten davor auch Konzernchef Joe Jimenez.

Umbau statt Verkauf

Die Probleme, allen voran das Innovationsdefizit, hätten sich über Jahre hinweg herauskristallisiert. Novartis will die Augenheil-Sparte nun mit einem Umbau und zusätzlichen Investitionen zurück auf den Wachstumskurs bringen.

Es ist der zweite Zukauf innerhalb von wenigen Tagen. Erst letzten Freitag gab der Konzern die Übernahme der britischen Ziarco Group bekannt. Mit dem Zukauf erweitert das Unternehmen sein Dermatologie-Portfolio.

Aktie zieht an

An der Börse sorgt das für Freudensprünge. Der Kurs des SMI-Schwergewichts rückte um 1,2 Prozent vor und zog damit den ganzen Index ins Plus. Der SMI notierte kurz nach Eröffnung mit 8279 Punkten um 0,5 Prozent höher. Am Montag hatte der Leitindex um 0,1 Prozent höher geschlossen.

Die Genussscheine von Rivale Roche hinkten mit einem Plus von 0,7 Prozent leicht hinterher. Bei den aufgrund von Übernahmespekulationen stark gestiegenen Aktien von Actelion hielten die Gewinnmitnahmen an. Der Kurs verlor gut ein Prozent.

(sda/ise/jfr)