Der Lüftungs- und Heizungshersteller Zehnder kämpft mit tieferer Nachfrage und Wechselkursbelastungen. Zwar lag der Umsatz mit 253,2 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau (250,1 Millionen Euro), um Währungseinflüsse bereinigt verringerte er sich jedoch um 4 Prozent.

Die Umsätze hätten sich unter den Erwartungen entwickelt, hiess es am Montag in einer Mitteilung des in Europa, Nordamerika und China tätigen Konzerns aus dem Aargau. Einbussen erlitt insbesondere das Geschäft mit Heizkörpern: Der um die Effekte der Euro-Schwäche bereinigte Umsatz verringerte sich um 6 Prozent. Die Erlöse aus dem Lüftungsgeschäft nahmen um 1 Prozent ab.

Schleppende Baukonjunktur

Gründe für die negative Entwicklung sind laut Zehnder die schleppende Baukonjunktur, der Nachfragerückgang und negative Währungseinflüsse. Das wirkte sich auch auf die Profitabilität aus: Das operative Ergebnis sei wesentlich tiefer als im Vorjahr.

Die hohe Kostenbasis in Schweiz Franken, der erhöhte Druck auf die Verkaufspreise sowie eine ungenügende Auslastung der Produktionswerke haben die Profitabilität belastet, wie Zehnder schreibt. Zudem drücken Währungseffekte auf das Finanzergebnis. Die Gruppe rechnet für die erste Jahreshälfte 2015 mit einem "Reingewinn nahe an der Gewinnschwelle". Die Zahlen dazu veröffentlicht Zehnder Ende Juli.

Genaue Prognosen für das Geschäftsjahr 2015 will Zehnder nicht abgeben. Die Gruppe weist jedoch darauf hin, dass die umsatzstarken Monate in der Vergangenheit in der zweiten Jahreshälfte lagen. Auf der anderen Seite schlagen Umstrukturierungskosten in der Grössenordnung von 20 Millionen Euro zu Buche.

Anfang Juni hatte das Unternehmen angekündigt, 10 Prozent der weltweit 3200 Stellen abzubauen. Die Umsätze und Erträge aus dem Geschäft mit Heizkörpern entwickelten sich seit 2013 unbefriedigend für die Gruppe. Die Sparmassnahmen werden sich laut Zehnder aber erst im nächsten Jahr positiv auf das Ergebnis auswirken.

(sda/chb)