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Umsatz bricht weg: Globus sucht Zuflucht im Internet

Globus: Gehört zum Migros-Konzern. Keystone

Der Umsatz von Globus entwickelt sich unter Erwartungen. Die Migros-Tochter geht deshalb in die Offensive: Das Online-Angebot wird massiv ausgebaut.

Veröffentlicht am 16.12.2016

Die Warenhauskette Globus will mit einem deutlichen Ausbau des Onlineshops, Erlebniszonen und schnellen Hauslieferungen gegen den Einkaufstourismus ankämpfen. Derzeit liegen die Umsätze laut Globus-Chef Thomas Herbert unter den Erwartungen. «Dieses Jahr werden wir den Umsatz nur knapp halten können», sagt Globus-Chef Thomas Herbert in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der «Schweizer Illustrierten». Der Jahresgewinn hingegen dürfte aufgrund Kostensenkungen höher ausfallen.

Dank dem frühen Kälteeinbruch habe die Migros-Tochter zwar bisher 3 Prozent mehr im Weihnachtsgeschäft verkauft als im Vorjahr. Das Umsatzplus liege aber dennoch unter den eigenen Erwartungen. Da Schweizer vermehrt im Ausland oder im Internet einkaufen, sei das Marktumfeld im Detailhandel schwierig.

Ausbau des Online-Angebots

Deshalb will sich Globus fit trimmen. Bis Februar soll der Onlineshop auf 80 Prozent des Sortiments verdoppelt werden und langfristig mehr Artikel anbieten als im Laden, sagt Thomas Herbert. Der Umsatz im Internet soll von aktuell 15 Millionen Franken bis 2020 auf mindestens 100 Millionen wachsen.

Auf der zusätzlichen Verkaufsfläche plant das Unternehmen Gastrozonen und Erlebniswelten – so können Ladenbesucher Initialen und Familienwappen auf Kleider sticken lassen. Im Servicebereich sollen Kunden künftig ihre Waren binnen 60 Minuten nach Hause liefern lassen können. Derzeit prüfe das Unternehmen inner- und ausserhalb der Migros-Gruppe verschiedene Partnerschaften.

(sda/ise/hon)

 

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